Überglücklicher Federer: «War nicht sicher, ob ich Basel wieder gewinne»

Aktualisiert

Überglücklicher Federer«War nicht sicher, ob ich Basel wieder gewinne»

Roger Federer ist nach seinem 6. Triumph in Basel vor allem eines: Erleichtert darüber, dass es nach den Final-Niederlagen von 2012 und 2013 endlich wieder geklappt hat.

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2012 und 2013 musste Roger Federer zuschauen, wie Juan Martin Del Potro den pompösen Pokal in die Höhe stemmte. Nun war er endlich wieder an der Reihe. «Für mich geht schon wieder ein Bubentraum in Erfüllung. Nach den harten Niederlagen in den letzten beiden Jahren war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich das Turnier jemals wieder gewinnen würde.» Er konnte - und wie! In überlegener Manier holte sich der 33-Jährige seinen sechsten Titel in Basel und den insgesamt 82. seiner Karriere. Gerade einmal 52 Minuten durften die Zuschauer dem Maestro bei der Arbeit zuschauen, dann war der 6:2, 6;2-Sieg gegen David Goffin Tatsache.

Auch wenn es ein Final-Sieg der einfacheren Sorte war: Federers Freude tat dies keinen Abbruch. «Die Freude ist riesig! Es ist toll, dass es mir wieder besser läuft und der Rücken nicht mehr schmerzt.» Er verlor nicht viele Worte zu sich, sprach stattdessen lieber von den Highlights, die 2014 noch auf ihn und die Schweizer Tennisfans warten. «Und es warten ja noch einige. Etwa der Davis Cup», strich Federer hervor. «Es freut mich für das Schweizer Tennis, dass etwa Stan Wawrinka die Australian Open gewinnen konnte oder dass wir im Davis-Cup-Final stehen.»

Besonders gefreut haben dürfte die Fans: Federer bestätigte am Ende der Siegerrede, dass er auch 2015 wieder in die St.-Jakobshalle kommen wird. Mit den Worten «bis im nächsten Jahr», verabschiedete sich der Lokalmatador vom Publikum. Eine weitere Zusage gab es von seinem Coach Severin Lüthi. Dieser sagte gegenüber SRF, dass Federer kommende Woche in Paris-Bercy antreten wird. «Die Bestätigung fehlt zwar noch, aber ich denke, es gibt keinen Grund, warum er das Turnier nicht spielen wird.»

Goffin zu Scherzen aufgelegt

Der Leistung des bemitleidenswerten Belgiers, der in Basel erstmals auf 500er-Stufe in einem Endspiel stand, zollte Federer natürlich auch Tribut. «Du hast ein grossartiges Turnier und bislang eine hervorragende Saison gezeigt. Wenn du so weitermachst, bin ich mir sicher, werden wir dich wieder in Endspielen sehen dürfen.» Goffin dankte es Federer mit einem Kopfnicken und einem Lächeln.

Er wusste, dass gegen einen Federer in dieser Verfassung, seinem grossen Idol aus Jugendtagen, kein Kraut gewachsen ist. Und so nahm es Goffin mit Humor. «Ich möchte mich beim Publikum bedanken. Ihr seid die ganze Woche grossartig zu mir gewesen. Heute hatte ich jedoch das Gefühl, ihr wart ein klein wenig mehr für Roger.»

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