Täter von Salez: War Simon S. ein Frauenhasser?
Aktualisiert

Täter von SalezWar Simon S. ein Frauenhasser?

Weil er schielte, habe der Täter von Salez keine Freundin bekommen, erzählten ehemalige Schulkameraden «Blick».

von
hoh/chk
1 / 15
Auch Melissa B.* scheint ein Zufallsopfer von Simon S. gewesen zu sein. Ihre Überlebenschancen liegen gemäss einer Bekannten zurzeit bei lediglich einem Prozent.

Auch Melissa B.* scheint ein Zufallsopfer von Simon S. gewesen zu sein. Ihre Überlebenschancen liegen gemäss einer Bekannten zurzeit bei lediglich einem Prozent.

Simon S. (27) griff am Samstag, 13. August 2016, in einem Regionalzug der Südostbahn andere Passagiere mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit an. Eines der Opfer starb, und auch S. erlag einen Tag nach seinem Angriff seinen Verletzungen. Nachbarn und ehemalige Arbeitskollegen beschreiben S. als Einzelgänger, der den Kontakt mit anderen Menschen gemieden und viel gelesen habe.

Simon S. (27) griff am Samstag, 13. August 2016, in einem Regionalzug der Südostbahn andere Passagiere mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit an. Eines der Opfer starb, und auch S. erlag einen Tag nach seinem Angriff seinen Verletzungen. Nachbarn und ehemalige Arbeitskollegen beschreiben S. als Einzelgänger, der den Kontakt mit anderen Menschen gemieden und viel gelesen habe.

ZVG
S. wohnte in diesem Haus in Eschen FL. Im nahegelegenen Buchs SG besuchte er die Hochschule für Technik. Offiziell gemeldet war S. aber in einer Gemeinde im Kanton Schwyz, in der auch seine Eltern leben.

S. wohnte in diesem Haus in Eschen FL. Im nahegelegenen Buchs SG besuchte er die Hochschule für Technik. Offiziell gemeldet war S. aber in einer Gemeinde im Kanton Schwyz, in der auch seine Eltern leben.

20 Minuten/tso/fej

Simon S. legte am Samstag bei Salez im Kanton St. Gallen in einem Bahnwagen der Südostbahn Feuer und stach mit einem Messer auf Passagiere ein. Er tötete eine 34-jährige Frau und verletzte weitere Menschen schwer. Er selbst verstarb einen Tag nach der Tat.

Der 27-jährige Täter wuchs im Kanton Schwyz auf. Simon sei schon als Kind ein Einzelgänger gewesen, sagen ehemalige Schulkameraden zu «Blick». Weil Simon stark schielte, sei er gemobbt worden. Alle hätten über ihn gelacht.

Eine Augenoperation sei nicht möglich gewesen. Obwohl Simon S. eine Freundin wollte, habe er nur Körbe kassiert. Er habe nie attraktiv auf Frauen gewirkt, weil er so stark schielte, sagen ehemalige Schulkollegen weiter.

Eklat am Gymnasium

Laut «Blick» kam es im Gymnasium zu einem Eklat. Er soll Probleme mit der Geschichtslehrerin gehabt haben, die eher politisch links war. Simon S. sei eher rechts-konservativ gewesen, sagen seine Kollegen. Er habe Drohungen gegen die Lehrerin und die Schule ausgesprochen, worauf die Polizei das Elternhaus von Simon S. nach Waffen durchsucht habe. Er soll ein Glockmesser besessen haben.

Für seine ehemaligen Schulkollegen könnte das laut «Blick» ein Motiv gewesen sein: Nach dem Eklat mit seiner Lehrerin am Gymnasium habe er alle Frauen gehasst. Er habe gesagt, sie seien minderwertig und weniger intelligent.

Deine Meinung