Aktualisiert 05.03.2008 12:28

Warnstreiks: Auch Flüge aus der Schweiz betroffen

Die Warnstreiks an zahlreichen deutschen Flughäfen beeinträchtigen auch den Flugverkehr in der Schweiz. Der Flughafen Zürich musste 16 Flüge streichen, in Genf fielen 5 Flüge aus.

In Zürich seien vor allem Flüge von und nach München, Frankfurt und Hamburg betroffen, sagte Marc Rauch, Mediensprecher der Zürcher Flughafenbetreiberin Unique auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die meisten Streichungen mussten die Airlines Lufthansa und Swiss vornehmen.

Verspätungen kamen nur vereinzelt vor. Flugpassagieren rät Unique, sich vorgängig über die Internetseiten der Fluggesellschaften über allfällige Änderungen zu informieren. Da es relativ viele Flüge nach Deutschland gebe, sei es in den meisten Fällen kein Problem, einen späteren Flug zu buchen.

Die Flughafenbetreiberin Unique verfolgt die Entwicklung der deutschen Warnstreiks. Die Situation sei offen, daher sei es schwierig, bereits weitere Auswirkungen auf den Schweizer Flugverkehr vorauszusehen, sagte Rauch.

In Genf wurden am Vormittag fünf Lufthansa-Flüge gestrichen. Ab Mittag dürfte der Betrieb wieder normal laufen, sagte Flughafen- Sprecher Roy Philippe.

Der EuroAirport Basel-Mülhausen blieb am Mittwochmorgen von den Auswirkungen der deutschen Warnstreiks verschont. Das bestätigte Sprecherin Vivienne Gaskell.

Mit den massiven Warnstreiks an den Flughäfen und im öffentlichen Nahverkehr wollen die Gewerkschaften in Deutschland einen Tag vor dem Beginn der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Die Gewerkschaften verlangen für die landesweit 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten bislang fünf Prozent, allerdings verteilt auf zwei Jahre und bei einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit. (sda)

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