Aktualisiert 05.03.2008 07:08

Warnstreiks legen deutsche Flughäfen lahm

An vielen deutschen Flughäfen haben Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Nach Gewerkschaftsangaben waren Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln- Bonn, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Nürnberg und Dortmund betroffen.

Die Arbeit sei wie geplant niedergelegt worden, sagte ein Vertreter der Gewerkschaft ver.di am Mittwoch am grössten deutschen Flughafen in Frankfurt. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und der Gepäckabfertigung hätten sich nach und nach am Treffpunkt gesammelt.

An anderen Flughäfen traten Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes in den Warnstreik, in Hamburg war es die Feuerwehr. Die Lufthansa hatte vorab die Streichung von 142 Flügen angekündigt.

Öffentlicher Verkehr in Berlin

Zum Auftakt der Warnstreiks waren um 2.00 Uhr bereits Bus- und Bahnfahrer in Berlin in einen unbefristeten Warnstreik getreten. Busse, U-Bahnen und Strassenbahnen blieben in der Hauptstadt in den Betriebshöfen, sagte ein ver.di-Sprecher in Berlin.

Betroffen sind davon auch Besucher der weltgrössten Reisemesse ITB, die heute in Berlin beginnt. «Wir haben einen Ersatzverkehr eingerichtet, aber es ist wirklich ein Not-Ersatzverkehr. Das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein», sagte eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

In Rheinland-Pfalz legten von etwa 3.00 Uhr an Beschäftigte im Nahverkehr die Arbeit nieder. Nach Angaben eines ver.di-Sprechers kam der öffentliche Nahverkehr in Kaiserslautern und Ludwigshafen nahezu vollständig zum Erliegen. In Trier sei nur die Hälfte der Busse im Einsatz, in Mainz führen etwa 30 Prozent nicht.

Druck auf Arbeitgeber

Mit den massiven Warnstreiks an den Flughäfen und im öffentlichen Nahverkehr wollen die Gewerkschaften einen Tag vor dem Beginn der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Die Gewerkschaften verlangen für die landesweit 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten bislang fünf Prozent, allerdings verteilt auf zwei Jahre und bei einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit.

(sda)

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