Warnung vor Medikamenten via Internet
Aktualisiert

Warnung vor Medikamenten via Internet

Swissmedic warnt vor dem Bezug von betäubungsmittelhaltigen Arzneimitteln via Internet. Für Private ist die Einfuhr verboten.

Da die Qualität der Produkte zudem oft nicht gewährleistet ist, sind die gesundheitlichen Risiken hoch.

Die Zollbehörden beschlagnahmten in den letzten Wochen wiederholt Sendungen mit betäubungsmittelhaltigen und psychotropen Stoffen. Es handelte sich um Bestellungen, welche via Internet aus der Schweiz getätigt wurden, wie Swissmedic am Montag mitteilte.

Die abhängigkeitserzeugenden Präparate sind dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt und dürfen nur von Firmen importiert werden, die über die notwendigen Bewilligungen von Swissmedic verfügen. Private dürfen solche Mittel nicht einführen. Tun sie es doch, können sie mit Busse oder Haft bestraft werden.

Die im Internet angebotenen Medikamente stammen oft aus Ländern, in denen die Produktion von Arzneimitteln nicht den gleichen Sicherheitsstandards und Kontrollmechanismen unterliegt, wie dies in der Schweiz der Fall ist.

Schwere Gesundheitsschäden möglich

Wer im Internet Medikamente bestellt, setzt sich der Gefahr aus, Produkte zu erhalten, die entweder nicht genügend, gar keinen oder den falschen Wirkstoff enthalten. Dabei können gravierende Gesundheitsschäden, ja sogar Todesfälle nicht ausgeschlossen werden, wie Swissmedic weiter schreibt.

Fremdsprachige, schwer leserliche oder fehlende Beipackzettel machen zudem das Verständnis von Dosierung, Risiken und Nebenwirkungen in vielen Fällen unmöglich.

Wie Swissmedic festhält, bedingt die Anwendung von psychotropen und betäubungsmittelhaltigen Medikamenten immer einen Arztbesuch und die ärztliche Überwachung oder Behandlung. Die Medikamente müssen über den Arzt oder die Apotheke in der Schweiz bezogen werden. (sda)

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