Warnung vor Vampiren in der SBB

Aktualisiert

Warnung vor Vampiren in der SBB

Die Kampagne hat einen tragischen Hintergrund: Ein Lokführer, der einen schlafenden Passagier weckte, wurde von diesem gebissen und starb vier Jahre später an Aids.

«Achtung: Randalierende oder schlafende Passagiere können zum Vampir werden!» Mit diesen Worten werden SBB-Lokführer in der Ostschweiz gegenwärtig zur Vorsicht gemahnt. Die SBB distanziert sich von der Plakatekampagne.

Das Plakat mit der Überschrift «Arbeitssicherheit» zeigt eine Gebissprothese und einen Vampir, der einer Frau in den Hals beisst. Durch Menschenbisse könnten Krankheiten übertragen werden, heisst es. «Halte Abstand!» rät das Plakat.

Die Kampagne will die SBB nicht kommentieren: Das Plakat, das in Lokdepots in Winterthur und Rapperswil hängt, sei nicht von der SBB initiiert worden, sagt Baumann. Es handle sich um eine Eigeninitiative des Sicherheitsbeauftragten Personenverkehr Ostschweiz. Die Sicherheitsbeauftragten hätten einen gewissen Freiraum für regionale Kampagnen.

Angriffe von Passagieren auf Lokführer seien aber extrem selten, und bei der Geschichte mit dem Biss handle es sich um einen «absoluten Einzelfall», betont Baumann. Die offizielle Sichherheitskampagne der SBB trägt den Namen «Stop Risk» und warnt nicht vor bissigen Passagieren, sondern vor Arbeitsunfällen.

(sda)

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