Warnung vor Vögeln aus Wildfängen
Aktualisiert

Warnung vor Vögeln aus Wildfängen

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat Händler, Vogelhalter und Züchter aufgefordert, keine Vögel aus Wildfängen zu importieren oder zu kaufen.

Die aktuelle Situation bei der Vogelgrippe zeige einmal mehr die Gefahr von illegalem Handel mit Tieren aus der freien Wildbahn, heisst es in einer STS-Mitteilung vom Freitag.

Der Handel mit Wildvögeln sei ein lukratives Geschäft, ob legal oder illegal. Die unverständliche Sammelleidenschaft führe zu viel Tierelend und zu einem Raubbau an der Natur. Weltweit seien beispielsweise von 2000 bis 2003 über drei Millionen wild gefangene Vögel gehandelt worden, die auf den Listen des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgeführt seien. 93 Prozent der gehandelten Wildvögel seien in die EU gelangt und nicht wenige davon sicherlich in die Schweiz. Dabei handle es sich um die offiziellen Zahlen der legalen Importe, die illegalen Importe könnten nur geschätzt werden. Laut STS dürfte es sich um Hunderttausende von Tieren handeln, die illegal gehandelt würden.

Ein Problem dieser illegalen Importe stelle das Einschleppen von Krankheiten dar. Für legale Importe bestünden Quarantänebestimmungen. Dort könnten Krankheiten erkannt werden. Grosse Gefahr bestehe aber bei illegalen Importen. Gerade die jüngsten Ereignisse rund um die Vogelgrippe liessen die Alarmglocken läuten, schreibt der STS. Es sei durchaus denkbar, dass mit geschmuggelten Wildvögeln gefährliche Krankheiten für Mensch und Tier eingeschleppt werden könnten. (dapd)

Deine Meinung