Zürich: Warnung vor Wasserwalzen
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ZürichWarnung vor Wasserwalzen

Angesichts der jüngsten Unfälle auf der Kander und der Limmat hat die Baudirektion des Kantons Zürich auf die Gefährlichkeit von Wasserwalzen hingewiesen und die wichtigsten Verhaltensregeln in Erinnerung gerufen.

So sollten Wasserwalzen nie mit einem Boot befahren werden, weder von oben noch von unten, teilte die Baudirektion am Donnerstag mit. Vor Bootstouren sollten Informationen eingeholt werden, ob gefährliche Hindernisse im Gewässer vorkommen und bei welchem Wasserstand sie eine Gefährdung bilden. Als Information dienen Kanukarten, Routenbeschreibungen oder die Auskunft professioneller Anbieter.

Zur Rettung von Menschen oder Tieren aus einer Wasserwalze müsse der Retter zwingend von einer Drittperson mit einer Leine vom Ufer aus gesichert sein. Falls sich die zu rettende Person noch an einem Rettungsring zu halten vermöge, könne sie an diesem vom Ufer her aus der Walze gezogen werden. In kritischen Fällen sollte die Rettung den Profis überlassen werden.

Gefährliche Wasserwalzen entstehen gemäss Mitteilung unterhalb von Schwellen, Flusswehren - überall dort, wo Wasser über ein Hindernis hinunterstürzt. In der Wasserwalze habe der menschliche Körper keinen Auftrieb mehr: Menschen könnten schwimmen, weil ihr Körper fast gleich schwer sei wie Wasser. In einer Wasserwalze werde das Wasser stark mit Luft durchsetzt, wobei das Wasser-Luft-Gemisch wesentlich leichter sei als der menschliche Körper. Menschen sinken deshalb rasch ab, selbst mit einer Schwimmweste. (dapd)

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