Tote Volleyballerin: Wars ein Auftragsmord?
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Tote VolleyballerinWars ein Auftragsmord?

Im mysteriösen Mordfall um die im spanischen Murcia grausam ermordete niederländische Volleyballspielerin führt eine Spur zu ihrem Ex-Verein: dem CAV Murcia.

von
kub

Die niederländische Volleyballspielerin Ingrid Visser und ihr Lebenspartner sind im spanischen Murcia ermordet worden. Die Polizei hat ihre Leichen am Sonntag unter Zitronenbäumen entdeckt, nachdem sie zwei Wochen lang als vermisst gegolten hatten. Laut ersten Ermittlungen wurde das Paar gefoltert, wie spanische Medien berichten. Dem 57-jährigen Severein wurden der Kiefer gebrochen und die Zähne gezogen. Die Leichen wurden zerstückelt und in Säcken vergraben.

Kurz nach dem grausigen Fund hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Neben zwei Rumänen soll laut spanischen Medienberichten auch ein Funktionär des Volleyballclubs CAV Murcia darunter sein. Brisant: Ingrid Visser spielte zwischen 2009 und 2011 für den Verein. Laut «Spiegel» soll der 36-jährige Funktionär auch die Clubfinanzen verwaltet haben.

Ging es bei dem brutalen Mord an der 35-jährigen Sportlerin und deren Partner um Geld? Die Finanzkrise trieb den Verein in den Ruin. 2010/2011 ging der Club pleite. Die Spielerinnen konnten nicht mehr bezahlt werden. Auch deswegen sollen Visser und ihr Partner Murcia oft besucht haben. Der nun verhaftete Ex-Funktionär sei am finanziellen Ruin des Clubs massgeblich beteiligt gewesen, so die Gerüchte.

War Visser schwanger?

Doch all dies sind Spekulationen. Die Polizei hält sich bedeckt. Klar ist, dass sich das niederländische Paar am 13. und 14. Mai freiwillig mit den nun drei Verhafteten in einem Appartement ausserhalb von Murcia getroffen hat. Angeblich kam es dort zum Streit. Die Polizei fand Gewaltspuren in der Wohnung. Von dort wurden die Leichen weggebracht.

Es wird gemutmasst, dass das Paar von Auftragskillern ermordet worden ist. Vermutlich wurden die beiden Rumänen angeheuert, Visser und Severein zu töten. Die Polizei konzentriere sich nun darauf, den Auftraggeber zu identifizieren, teilte der Präfekt der Region Murcia mit.

Visser und Severein waren unter anderem nach Murcia gereist, um dort eine Fruchtbarkeitsklinik aufzusuchen. Den Termin haben sie aber nie wahrgenommen. Laut spanischer Medien soll die Niederländerin in der sechsten Woche schwanger gewesen sein.

Video: Die Verhaftung des Sportfunktionärs in Murcia (Laverdad.es)

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