Ladesäulen nerven VW-Chef - Warst du mit dem E-Auto in den Ferien – erzähl uns davon!
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Ladesäulen nerven VW-ChefWarst du mit dem E-Auto in den Ferien – erzähl uns davon!

Herbert Diess, der CEO von VW, war mit seinem Elektroauto in Italien und regt sich über defekte Ladestationen unterwegs auf. Hast du auch schon so etwas erlebt?

von
Barbara Scherer
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Die Schnellladesäulen von Ionity stehen unter Kritik.

Die Schnellladesäulen von Ionity stehen unter Kritik.

imago images/JOKER
Der Chef von VW, Herbert Diess, regt sich auf Linkedin über deren Zustand auf.

Der Chef von VW, Herbert Diess, regt sich auf Linkedin über deren Zustand auf.

Carsten Koall/dpa
In Italien habe er eine Station ohne WC, Kaffee und mit defekten Säulen angetroffen.

In Italien habe er eine Station ohne WC, Kaffee und mit defekten Säulen angetroffen.

REUTERS

Darum gehts

  • VW-Chef Herbert Diess regt sich auf Linkedin über Elektroladestationen in Italien auf.

  • Es gebe zu wenige und einige seien defekt.

  • In der Kritik steht dabei das Unternehmen Ionity.

Kein WC, kein Kaffee und defekte Säulen: Der VW-Chef Herbert Diess ist genervt. Er war mit seinem Elektroauto in Italien unterwegs und musste das Fahrzeug an einer verwahrlosten Station aufladen. «Das ist alles andere als ein Premium-Ladeerlebnis», schreibt der CEO auf Linkedin.

In der Kritik steht dabei das Unternehmen Ionity, das ein Netz von Ladestationen für Elektroautos entlang europäischer Autobahnen betreibt. Dabei gehört VW zusammen mit BMW, Daimler und Ford Motors zu den Gründern dieser Firma (siehe Box unten).

Diess war dabei besonders enttäuscht über den Zustand einer Ladestation in Trento. Dort seien einige Säulen ausser Betrieb oder defekt gewesen. Zudem habe es kein WC gegeben. Allgemein gibt es laut Diess mit vier Stationen zu wenige Lademöglichkeiten auf dem Brennerpass zwischen Österreich und Italien.

Auf den Post des VW-Chefs hat prompt ein Manager von Ionity reagiert: Der Standort am Brenner stehe auf einer Upgrade-Liste. Man arbeite mit dem Standort-Partner an einer Verbesserung des Kundenservices. Der defekte Lader sei inzwischen repariert worden.

Ionity steht immer wieder in der Kritik

Es ist nicht das erste Mal, dass Ionity für seine Ladestationen kritisiert wird: Silke Bagschik, Leiterin des Elektroauto-Vertriebs von VW sagte 2020, dass das Unternehmen zu hohe Preise verlange, wie «Bloomberg» schreibt.

Im Januar verkündete Audi-Chef Markus Duesmann zudem, dass man überlege, eigene Audi-Ladestationen in grösseren Städten aufzustellen. Vonseiten des Ionity-Chefs Michael Hajesch hiess es Anfang des Jahres, dass man in Gesprächen mit Aktionären sei, um das Ladenetzwerk erheblich auszubauen.

Das ist Ionity:

Ionity wurde 2017 von mehreren Automobilherstellern ins Leben gerufen. Das Ziel war es, die Elektroautos so langstreckentauglich zu machen. In 18 Ländern gibt es rund 330 Stationen. Dabei soll die durchschnittliche Entfernung der Ladestationen nicht mehr als 120 Kilometer betragen. Die Ladestationen von Ionity verfügen immer über Ladestecker nach dem von der Europäischen Union als Standard festgelegten Combined Charging System (CCS Typ 2). Dabei sind die Ladeleistungen bis zu 43 Kilowatt beziehungsweise 50 Kilowatt beschränkt.

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