Aktualisiert 15.05.2019 12:03

Eishockey-Nati

Warum an der WM nur Berra ein Einzelzimmer hat

24 Nati-Spieler hausen in Doppelzimmern und einer im Einzelzimmer. 20 Minuten weiss, wer an der WM in der Slowakei mit wem das Zimmer teilt.

von
Marcel Allemann, Bratislava
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Die Aussenansicht des Hotels Lindner, in dem die Schweizer wohnen. Es grenzt an ein Einkaufszentrum.

Die Aussenansicht des Hotels Lindner, in dem die Schweizer wohnen. Es grenzt an ein Einkaufszentrum.

Hotel Lindner
So sehen im Lindner die Zweibett-Zimmer aus.

So sehen im Lindner die Zweibett-Zimmer aus.

Hotel Lindner
In solchen Badezimmern machen sich die Nati-Stars morgens frisch.

In solchen Badezimmern machen sich die Nati-Stars morgens frisch.

Hotel Lindner

Die Schweizer wohnen in Bratislava gemeinsam mit den Norwegern und Österreichern im Hotel Lindner. Ein modernes Viersternehaus, das an ein Einkaufszentrum mit diversen Restaurants und Cafés angebunden ist. Der Gang zum Stadion lässt sich für die Spieler zu Fuss bewältigen, sind es doch nur 500 Meter.

«Alles ist perfekt, wir sind wirklich sehr happy. Organisatorisch ist es für uns ein riesiger Vorteil, dass sich das Hotel in der Umgebung des Stadions befindet», sagt Nati-Direktor Raeto Raffainer über die Unterbringung. Neben den Zimmern für Spieler, Trainer und Staff verfügt die Nati im Hotel auch noch über einen Wellnessraum und ein Sitzungszimmer.

Die Schweizer Spieler sind in 12 Doppelzimmern und einem Einzelzimmer untergebracht. 20 Minuten liegt die Liste vor, so sieht die Verteilung aus:

Leonardo Genoni und Simon Moser

Sven Andrighetto und Noah Rod

Tristan Scherwey und Gaëtan Haas

Gregory Hofmann und Romain Loeffel

Yannick Weber und Roman Josi

Lino Martschini und Raphael Diaz

Joël Genazzi und Lukas Frick

Michael Fora und Alessio Bertaggia

Nico Hischier und Philipp Kuraschew

Kevin Fiala und Vincent Praplan

Andres Ambühl und Robert Mayer

Christoph Bertschy und Janis Moser

Einzelzimmer: Reto Berra

«Ich atme nachts sehr laut»

Dass Berra als einziger Spieler in einem Einzelzimmer untergebracht ist, entspricht keinem Zufall, sondern gehörte schon in den letzten Jahren zu den Gepflogenheiten bei der Nati. 20 Minuten konfrontierte den Schweizer Goalie mit seiner exklusiven Stellung und wollte mehr wissen. «Ich atme nachts sehr laut», verriet Berra mit einem Schmunzeln. «Ich habe nicht nach einem Einzelzimmer gefragt und mich stört es auch nicht, neben jemand anderem zu liegen, aber die anderen stört es, neben mir zu liegen.»

Früher, als er jeweils noch mit Teamkollegen ein Zimmer geteilt habe, sei es schon mal vorgekommen, dass dieser in der Nacht wegen seiner Schnarchgeräusche ausgezogen und zum Schlafen in den Massageraum geflüchtet sei: «Als ich dann aufwachte, war niemand mehr da.»

Wer mit wem ein Doppelzimmer belegt, haben die Spieler übrigens selbst entschieden. Es fällt auf: Oft teilen sich Clubkollegen ein Zimmer. So gibt es SCB-Zimmer (Genoni/Moser und Scherwey/Haas), ein Zug-Zimmer (Martschini/Diaz), ein Lausanne-Zimmer (Genazzi/Frick) ein Nashville-Zimmer (Weber/Josi), ein Lugano-Zimmer (Hofmann/Loeffel).

Wenn sich Ambri und Lugano ein Zimmer teilen

Weiter haben sich auf zwei Zimmern Nordamerika-Söldner zusammengetan: Fiala mit Praplan und Hischier mit Kuraschew. Es gibt zudem ein Tessin-Zimmer mit Ambris Michael Fora und Luganos Alessio Bertaggia. Und zunächst gab es auch ein Romands-Zimmer mit dem Genfer Rod und dem Ex-Genfer und aktuellen Bieler Damien Riat.

Doch weil Riat inzwischen aus dem Kader gestrichen wurde und in die Schweiz zurückgereist ist, ist bei Rod nun NHL-Neuankömmling Andrighetto eingezogen. Die zwei restlichen Mixed-Zimmer belegen HCD-Captain Andres Ambühl mit Servette-Goalie Robert Mayer und Lausanne-Stürmer Christoph Bertschy mit Biel-Youngster Janis Moser.

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