18.01.2019 11:36

Unfall in SandringhamWarum darf Prinz Philip (97) noch hinters Steuer?

Nach seinem Autounfall am Donnerstag geht es Prinz Philip den Umständen entsprechend gut. Doch Ärzte fürchten nun um ihn – er könnte eine Hirnblutung haben.

von
kao

Der Buckingham-Palast teilte am Donnerstag mit, dass Prinz Philip in der Nähe des königlichen Landsitzes Sandringham in der Grafschaft Norfolk einen Autounfall hatte. Laut BBC war der Queen-Gemahl nach dem Zusammenprall mit einem anderen Auto «sehr schockiert und bis ins Mark erschüttert».

Umgehend wurde der Prinz von Edinburgh zurück zum Schloss gebracht, wo er sofort von Ärzten untersucht wurde. Äusserlich habe er zwar kaum Schäden davongetragen, doch die Mediziner fürchten nun, dass er innere Verletzungen haben könnte.

Die kommenden 48 Stunden sind entscheidend

«Für einen 97-Jährigen ist so ein Unfall keine Lappalie», sagt Dr. Nick Scriven, Präsident der britischen Gesellschaft für Akutmedizin, gegenüber dem «Mirror». Obwohl die ersten Untersuchungen ergeben hätten, dass Prinz Philip nicht ins Spital müsse, sei es in den kommenden 48 Stunden entscheidend, ihn zu kontrollieren.

«Es besteht das Risiko eines subduralen Hämatoms. Das ist speziell bei Älteren eine Gefahr. Verhaltensänderungen, Kopfschmerzen, Erbrechen, Anfälle und Koma können die Folge sein», so der Arzt. Da die Symptome erst mit Verzögerung auftreten könnten, müsse man nun den geistigen Zustand des Royals im Auge behalten.

Prinz Charles war in Sorge

Wie der «Mirror» weiter berichtet, äusserte Prinz Charles bereits vor vier Jahren seine Bedenken, dass Philip im hohen Alter noch am Steuer sitzt.

Der Sohn eines ehemaligen Veteranen habe dem 70-Jährigen bei einer Veranstaltung erzählt, dass sein Vater, der im Rollstuhl sitze, immer noch darauf bestehe, Auto zu fahren. «Wie mein Vater. Ich mache mir immer Sorgen», soll der Prinz von Wales erwidert haben.

Autofahren mit 97 Jahren erlaubt

In Grossbritannien löst Prinz Philips Unfall nun die Debatte aus, ab welchem Alter man den Führerausweis endgültig an den Nagel hängen soll. Gesetzlich erlischt die Lizenz, wenn der Autofahrer das 70. Lebensjahr erreicht. Durch das einfache Ausfüllen eines Formulars zur Selbsteinschätzung kann man seinen Fahrausweis allerdings verlängern.

So muss man zwar weder eine weitere Fahrprüfung ablegen noch ein ärztliches Attest vorweisen, aber der zuständigen Behörde mitteilen, ob man an Demenz, Parkinson, Epilepsie, einer bestimmten Form von Diabetes oder an einer Sehstörung leidet. Zudem sind über 70-Jährige dazu verpflichtet, alle drei Jahre ihre Fahrerlaubnis zu erneuern.

Jüngere Autofahrer sind gefährlicher

Älteren Personen das Fahren ganz zu verbieten, hält Edmund King, Präsident der Automobile Association, aber für die falsche Lösung. «Wenn Fahrbeschränkungen aufgrund von Alter und Sicherheit eingeführt werden, würden wir eher junge Fahrer einschränken», so King. Jüngere Autolenker würden sich nämlich eher überschätzen. «Ältere Fahrer schränken sich oft selbst ein, indem sie nicht mehr nachts und nur auf bekannten Strassen fahren.»

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Content-Kooperation mit ProSieben/Sat. 1.

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