Promi-Liste: Warum das WEF so wichtig wird wie nie

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Promi-ListeWarum das WEF so wichtig wird wie nie

US-Präsident Donald Trump kommt gleich mit acht Ministern. Auch sonst strömt unerwartet viel Prominenz aus aller Welt nach Davos.

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ish
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Ginni Rometty ist Chefin des US-Techkonzerns IBM, der zur künstlichen Intelligenz forscht. Am WEF spricht sie zu neuen Jobs im Zeitalter der Robotisierung.

Ginni Rometty ist Chefin des US-Techkonzerns IBM, der zur künstlichen Intelligenz forscht. Am WEF spricht sie zu neuen Jobs im Zeitalter der Robotisierung.

Keystone/Laurent Gillieron
Indiens Präsident Narendra Modi eröffnet das WEF 2018 in Davos. Er präsentiert den Schwellenland mit dem höchsten Wachstum.

Indiens Präsident Narendra Modi eröffnet das WEF 2018 in Davos. Er präsentiert den Schwellenland mit dem höchsten Wachstum.

AP/Manish Swarup
US.-Präsident Donald Trump setzt den Schlusspunkt am diesjährigen WEF...

US.-Präsident Donald Trump setzt den Schlusspunkt am diesjährigen WEF...

AP/Evan Vucci

Eine Rekord-Teilnehmerliste für Davos: Über 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa, 9 aus Nahost, 10 aus Afrika und 6 aus Lateinamerika sowie 900 Wirtschaftsführer und 11 Nobelpreisträger kommen Ende Januar ans Weltwirtschaftsforum nach Davos. Das Treffen, das in den letzten Jahren immer nichtssagender geworden ist, wird plötzlich so wichtig wie nie zuvor. Im Fokus stehen folgende Teilnehmer und Themen:

Donald Trump: Der US-Präsident kommt mit einer Mammutdelegation von acht Ministern. Die meisten von ihnen bleiben sogar die ganze WEF-Woche vom 23. bis 26. Januar. Trump selbst trifft allerdings erst am Donnerstag zusammen mit Aussenminister Rex Tillerson ein und wird nur am Freitag in Davos dabei sein.

Justin Trudeau: Kanadas Premierminister hat dieses Jahr den Vorsitz der G7-Staaten inne – und führt damit die sieben wichtigsten Wirtschaftsstaaten der Welt an. Auf seiner Agenda stehen: Wachstum für alle, Jobs für die Zukunft, Klimawandel.

Theresa May: Die britische Premierministerin steht für das Brexit-Experiment. Am WEF bekommt sie einen eigenen prominenten Redebeitrag, an dem sie wohl ihre Modelle für eigenständige nationale Handelsabkommen darlegt. Diese muss Grossbritannien nach seinem EU-Austritt aushandeln.

Ginni Rometty: Als Chefin des US-Technologiekonzerns IBM vertritt sie die Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie die mit ihr verbundenen Risiken für Jobs und humanes Denken. Im Rahmen des WEF versprechen 25 Unternehmen insgesamt 10 Millionen Arbeitnehmer entsprechend dem digitalen Wandel weiterzubilden.

Malala Yousafza: Sie ist Nobelpreisträgerin und das Gesicht für den Kampf um Frauenrechte. Die Pakistanerin, die einen Mordversuche der Taliban wegen ihres Kampfes für die Ausbildung von Mädchen überlebte, setzt sich inzwischen weltweit für Gleichberechtigung ein.

Alexis Tsipras: Griechenlands Premierminister spricht auf einem Forum zur Flüchtlingsfrage. Ihm geht es darum, wie Europa mit der Türkei und afrikanischen Staaten die Zusammenarbeit verbessern kann.

Michel Temer: Brasiliens Präsident steht für das Problem der Schwellenländer, nicht nur Wachstum, sondern mehr Wohlstand für die Masse hervorzubringen. Und der Korruption den Kampf anzusagen – während des WEF erfolgt das Gerichtsurteil im Korruptionsverfahren von Brasiliens Ex-Präsident Luis Inacio Lula.

US-Präsident Donald Trump wird von den rund 400 Workshops und Foren an vier Tagen so gut wie nichts mitbekommen. Am Freitag darf er dennoch den Schlusspunkt setzen. Das WEF selbst versteht sich als Forum für eine «gerechte Globalisierung». Trump dürfte in seiner Rede deutlich machen, auf welcher Seite er sich mit seiner Globalisierungs-Kritik und seiner Wirtschaftspolitik sieht.

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