Aktualisiert 07.12.2010 15:30

Thorsten Fink

Warum die Bayern nicht verlieren dürfen

Bayern München ist Gruppensieger in der Champions League. Basel-Trainer Thorsten Fink erklärt, warum eine Pleite für den Rekordmeister trotzdem fatal wäre.

von
Reto Fehr, München

Thorsten Fink vor dem Spiel gegen die Bayern in München.

Thorsten Fink machts wie so oft: Er schiebt dem Gegner die Favoritenrolle in die Schuhe. Und dieses Mal hat er auch trotz den zuletzt schwachen Leistungen der Bayern recht. «Wir haben unser Saisonziel mit der Europa League erreicht. Wir können befreit aufspielen. Der Druck liegt bei den Bayern.» Denn Fink weiss genau: «Wenn wir als Schweizer Mannschaft hier gewinnen, wäre das natürlich eine Sensation.»

Für ein Weiterkommen braucht Basel Schützenhilfe. Nicht nur der Sieg in München ist gefragt, sondern gleichzeitig muss die Roma in Cluj verlieren. «Das wäre ein Wunder», glaubt Fink. Darum spricht er auch schon von GC, dem letzten Spiel in der Axpo Super League in diesem Jahr. «Wir konzentrieren uns auf die Meisterschaft. Wenn wir dort gut spielen, können wir im nächsten Jahr wieder hier sitzen.»

«Zuhause gegen ein Schweizer Team zu verlieren ist für die Bayern nicht erlaubt»

Doch zurück zur akutellen Saison. Damit die Basler zumindest ihren Teil für das Wunder erfüllen, braucht es eine «100-prozentige Leistung und eine schlechte Darbietung der Bayern». Eine solche hat man in dieser Saison bisher ungewohnt oft erlebt. «Die Bayern stecken in einer schwierigen Phase. Zuhause gegen ein Schweizer Team zu verlieren ist für die Bayern nicht erlaubt», sagt Fink und sucht noch einen besseren Ausdruck, «oder tragbar.»

Auf die Frage, ob Fink sein Rezept gegen die Bayern verrät, wehrt er entschieden ab. «Warum sollte ich? Wir wissen, sie haben im Moment Probleme. Vorne nutzen sie die Chancen nicht und hinten stimmts nicht. Ich hoffe sie unterschätzen uns, aber das glaube ich nicht.» Eine kleine taktische Vorgabe ist dem ehemaligen Bayern-Profi dann noch zu entlocken: «Wir versuchen so lange wie möglich das 0:0 halten zu können. Dann werden sie wohl schon etwas nervös.» Genau dies will Bastian Schweinsteiger aber verhindern: «Wir wollen den Zuschauern ein gutes Spiel bieten und möglichst schnell in Führung gehen.» Mal schauen, welche Taktik erfolgreich ist.

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