Aktualisiert 26.01.2015 10:57

Tagesschau abgebrochenWarum durfte Ruefer nicht weitermoderieren?

Das gab es noch nie: Die gestrige « Tagesschau» wurde wegen der plötzlichen Erkrankung von Moderatorin Cornelia Boesch mittendrin abgebrochen.

von
ale
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Sonntag, 25. Januar 2015, 19.30 Uhr. Cornelia Boesch moderiert die «Tagesschau», als ihr plötzlich schwarz vor Augen wird. Die Sendung muss abgebrochen werden. Im Bild ist sie während des ersten Beitrags über die Wahlen in Griechenland zu sehen.

Sonntag, 25. Januar 2015, 19.30 Uhr. Cornelia Boesch moderiert die «Tagesschau», als ihr plötzlich schwarz vor Augen wird. Die Sendung muss abgebrochen werden. Im Bild ist sie während des ersten Beitrags über die Wahlen in Griechenland zu sehen.

Screenshot SRF
Die 39-Jährige fiel aber von Anfang an mit mehreren Versprechern auf. Auf Twitter schrieb sie später: «Das bisschen Fieber steck' ich weg, dachte ich.»

Die 39-Jährige fiel aber von Anfang an mit mehreren Versprechern auf. Auf Twitter schrieb sie später: «Das bisschen Fieber steck' ich weg, dachte ich.»

Screenshot SRF
Nach etwas mehr als fünf Minuten begann das Live-Interview mit dem Griechenland-Korrespondenten Werner van Gent.

Nach etwas mehr als fünf Minuten begann das Live-Interview mit dem Griechenland-Korrespondenten Werner van Gent.

Screenshot SRF

Weil Moderatorin Cornelia Boesch unter plötzlichem Unwohlsein litt, wurde die 19.30-Uhr -«Tagesschau» vom Sonntagabend mittendrin abgebrochen. «Ihr wurde schlecht und schwarz vor Augen», sagt SRF-Sprecherin Andrea Wenger gegenüber 20 Minuten. «Sie konnte die Sendung einfach nicht weitermoderieren.» Nach der Sendung sei es ihr dann wieder besser gegangen.

Gemäss eigenen Angaben hatte Boesch während der Sendung bereits Fieber. «Das bisschen Fieber steck ich weg, dachte ich», schreibt sie auf Twitter. Doch dann sei es plötzlich dunkel geworden. Mit einem «Merci @SaschaRuefer» bedankt sie sich noch beim Sportmoderator, dass er kurzfristig für sie übernommen hat.

Unterbruch mitten im Interview

Zum Unterbruch kam es mitten in einer Schaltung zu Korrespondent Werner van Gent in Griechenland. Nach einer Antwort des Korrespondenten war plötzlich nichts mehr von der 39-Jährigen zu hören. Van Gent blieb eine kurze Zeit sprachlos im Bild, bis Sportmoderator Sascha Ruefer übernahm.

Dieser sprang zunächst mit den Sportnachrichten in die Bresche. Nach rund 10 Minuten wurde die «Tagesschau» jedoch abgebrochen. Moderatorin Boesch sei erkrankt und könne nicht mehr weitermoderieren, sagte Ruefer den Zuschauern. Darauf wurden Filmaufnahmen von der Schweiz von oben eingeblendet.

Durfte Ruefer nicht einspringen?

SRF entschuldigte sich später für den Abbruch der Sendung. Es handle sich um eine Live-Sendung ohne doppeltes Netz, da könne niemand so rasch einspringen, sagte Wenger.

Wieso hat aber Ruefer die Sendung nicht gleich fertigmoderiert? Für einen Profi wie ihn sollte es kein Problem sein, vom Teleprompter abzulesen. SRF-Sprecherin Wenger: «Sascha Ruefer ist Sportmoderator, er hat den Sportblock innerhalb der Sendung wie geplant moderiert.» Weiter geht sie nicht auf diese Frage ein.

Ruefer selbst will sich auf Anfrage von 20 Minuten nicht dazu äussern. Nur so viel: «Es war eine völlig ungewohnte Situation, klar, dass es da etwas hektisch wird.» Er sei jetzt aber vor allem froh, dass es Cornelia wieder besser gehe.

Erstes Mal in der Geschichte des Fernsehens

Dass die «Tagesschau» abgebrochen und nicht zu Ende gesendet wurde, ist absolut aussergewöhnlich. «Es war wahrscheinlich das erste Mal in der Geschichte der Sendung», sagt Wenger. Es könne sich niemand daran erinnern, dass dies schon einmal geschehen sei.

Auf Twitter wird das Thema heiss diskutiert:

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