Aktualisiert 08.12.2011 08:50

Geistiges Handgepäck

Warum ist Maria unbefleckt?

Am 8. Dezember begeht die katholische Kirche das Fest Mariä Empfängnis. Was genau verstehen die Katholiken eigentlich unter «unbefleckter Empfängnis»?

von
dhr

In voller barocker Pracht nennt sich der religiöse Anlass «Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria». Damit ist auch gleich klar, dass es bei der immaculata conceptio, wie das dem Fest zugrundeliegende Dogma auf Lateinisch heisst, eben nicht um die so genannte «Jungfrauengeburt» geht, wie oft und hartnäckig geglaubt wird.

Mit anderen Worten: Die «unbefleckte Empfängnis» Mariens meint nicht, dass die Muttergottes ohne Geschlechtsakt Mutter wurde und Jesus als Jungfrau gebar (dies ist eben das Dogma der Jungfrauengeburt, an dem auch andere christliche Konfessionen festhalten), sondern dass sie selber ohne den Makel der Erbsünde durch ihre Mutter Anna empfangen und geboren wurde. Darum hat die Kirche das Fest auch auf den 8. Dezember gelegt – neun Monate vor dem 8. September, wenn das Fest der Geburt Mariens gefeiert wird.

Allerdings haben die beiden Dogmen von der unbefleckten Empfängnis und der jungfräulichen Geburt Jesu tatsächlich insofern einen gemeinsamen Hintergrund, als Jesus nach altkirchlicher Auffassung ein vollkommen sündloser Mensch sein musste, um alle Menschen von der Erbsünde befreien zu können. Aus diesem Grund musste auch Maria, das Gefäss, in dem Gottes Sohn seine Menschlichkeit erhielt, sündlos sein. Dazu gehörte neben ihrer immerwährenden Jungfräulichkeit auch ihre Freiheit von der Erbsünde.

(Quelle: Wikipedia)

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