Kaputter Kübel: Warum keine Milchkanne als Meisterpokal?
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Kaputter KübelWarum keine Milchkanne als Meisterpokal?

Nur wenige Minuten nach der Pokalübergabe ging der Kübel schon kaputt. Nun hat Liga-Pokalchef Willi Vögtlin eine Idee: Eine Milchkanne als Eishockey-Meisterpokal.

von
Klaus Zaugg

Dino Wieser lässt den Meisterpokal fallen. (Video: 20 Minuten Online)

Er hat ihn gehütet wie einen Schatz, er ist mit ihm im Auto in den letzten Tagen 1300 Kilometer durch die Schweiz gereist – und jetzt ist der Meisterpokal nach nur vier Jahren schon wieder kaputt und muss ersetzt werden (20 Minuten Online berichtete).

Es ist eine der Absurditäten des Sports: Ausgerechnet im archaischen, rauen Männersport ist der Pokal zerbrechlich wie eine billige Uhr. Unvergessen bleibt jene Konstruktion, die 1997 schon nach dem Spiel bei der Übergabe an die SCB-Spieler zerstört wurde.

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Robust und gross genug

Liga-Spielplangeneral Willi Vögtlin, der jeweils während der Playoffs als Pokal-General amtet, hat eine Idee, wie der neue Meisterpokal beschaffen sein sollte: «Das Beste wäre eine Milchkanne aus rostfreiem Chromstahl oder noch besser aus dem Edelmetall Titan. So ein Pokal wäre robust und gross genug, um, wie beim Stanley Cup, alle Namen der jeweiligen Meisterspieler anzubringen. Darüber hinaus könnten die Spieler bei der Meisterfeier daraus trinken und wir hätten erst noch einen Bezug zu unserem Land.»

Die Pokalübergabe

Ja, und warum nicht die Liga-Offiziellen bei der Pokalübergabe in einen schönen Kühermutz kleiden? So einen schönen wie beim Eidgenössischen Schwingfest aus schwarzem Samt mit rot-weissem Bändel umrandet und mit Edelweiss bestickt? Die Finanzierung wäre auch kein Problem: Auf so einer Milchkanne hat es genug Platz für ein schönes Werbe-Logo. Eine Biermarke wäre doch passend.

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