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Fragen und AntwortenWarum schliessen die Läden, während die Skigebiete offen bleiben?

Der Bundesrat hat neue Corona-Massnahmen verfügt. 20 Minuten beantwortet die drängendsten Fragen.

von
Daniel Waldmeier

So begründete der Bundesrat die neuen Corona-Massnahmen.

Wie begründet der Bundesrat die drastischen Massnahmen gegen das Coronavirus wie die Schliessung der Läden, die nicht Güter des täglichen Bedarfs verkaufen?
Gesundheitsminister Alain Berset begründete das mit der Ausbreitung der mutierten Virus-Varianten aus Grossbritannien und Südafrika in der Schweiz, die deutlich ansteckender sind. «Die Entwicklung ist rasant», sagte Berset. Ziel sei es, eine noch heftigere dritte Welle zu vermeiden. Man habe erstmals die Chance, Massnahmen zu erlassen, solange man noch reagieren könne, so der Bundesrat.

Darf eine fünfköpfige Familie noch Freunde treffen?Nein. Es gilt ab Montag eine Obergrenze von fünf Personen – Kinder werden auch dazu gezählt. «Ich bin selbst betroffen», sagte der Familienvater Berset. Das sei hart, aber nötig, um die Verbreitung der mutierten Virus-Variante zu bremsen. Empfohlen sind zudem Treffen von maximal zwei Haushalten. Auch für grössere WGs bedeutet das faktisch ein Kontaktverbot.

Darf ich mich draussen mit Freunden treffen?Ja. Treffen im öffentlichen Raum sind neu aber nur noch mit maximal fünf Personen möglich. Ausnahmen gibts weiterhin für unter 16-Jährige für sportliche Aktivitäten.

«Die Situation beim Skifahren ist eine andere als in einem Laden»

Gesundheitsminister Alain Berset

Wann muss ich am Arbeitsplatz eine Maske tragen?In Innenräumen in denen sich mehr als eine Person aufhält, muss jede Person durchgehend eine Gesichtsmaske tragen. Das gilt auch für Fahrzeuge.

Warum bleiben die Skigebiete offen?Berset begründete die Ausnahme damit, dass es in den Skigebieten schon zahlreiche Einschränkungen gebe – beispielsweise seien die Restaurants zu. Zudem handle es sich um einen Sport an der freien Luft. Das sei eine andere Situation als in einem Laden. Bleibe das Problem der Transporte, so Berset: «Hier gibts aber Einschränkungen.» Man erlaube Ausnahmen, weil man die Leute nicht plagen wolle. Die Kantone können aber die Bewilligung entziehen, falls sie das wollen.

Bleiben die Schulen offen?Ja. Berset verwies darauf, dass die Schulen in der Kompetenz der Kantone lägen. An den Hochschulen gilt weiterhin Fernunterricht.

Gibt es Bussen, wenn man sich nicht an die Regeln hält?Auch das. Wer etwa den Laden aufmacht und Güter verkauft, die nicht zum täglichen Bedarf zählen, muss mit einer Busse bis 10’000 Franken rechnen. Auch wer eine private Party feiert, muss mit einer Verzeigung rechnen. Die Busse dürfte in der Praxis bei mehreren hundert Franken liegen.

Bleiben die bisherigen Massnahmen bestehen?Ja. Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bleiben ebenfalls bis Ende Februar geschlossen. Aufgehoben wird einzig die Begrenzung der Öffnungszeiten für die Supermärkte.

Was die neuen Regeln fürs Einkaufen bedeuten, kannst du hier nachlesen.

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