TCS Camping-Kolumne: Warum sind alle Wohnwagen weiss?
Darf ich den Camper oder Wohnwagen farbig anstreichen?

Darf ich den Camper oder Wohnwagen farbig anstreichen?

TCS Camping Sion
Publiziert

TCS Camping-KolumneWarum sind alle Wohnwagen weiss?

Diese und andere spannende Fragen habt ihr uns im Community-Aufruf auf Instagram gestellt. Unsere Antworten auf eine kleine Auswahl eurer Fragen.

von
Nicole Wagner, TCS Camping

Egal, ob als Camping-Einsteiger oder als erfahrener Camper, manchmal stellt man sich interessante Fragen, ohne sie jemals zu stellen. Die Lifestyle-Rubrik von 20 Minuten hat auf ihrem Instagram-Account ihre Abonnenten dazu aufgerufen, dies zu tun. Danke, dass du mitgemacht hast! Hier sind die Antworten.

«Warum sind alle Wohnwagen weiss? Darf ich meinen farbig streichen?»

Eine spannende Frage, die wir Jürg Reinhard, TCS Mobilitätsexperte und selber langjähriger Camper, gestellt haben:

«Der Grund, warum Wohnwagen (oder auch Wohnmobile) hauptsächlich weiss sind, ist recht einfach: Die Farbe Weiss wärmt am wenigsten auf. Da man Ferien mit Wohnwagen oder Wohnmobil mehrheitlich im Sommer und an warmen Orten verbringt, ist es wichtig, dass sich der Innenraum dann nicht zusätzlich aufwärmt. Weiss nimmt am wenigsten Licht auf, welches in Wärme umgewandelt wird. Im Vergleich dazu nimmt Schwarz sehr viel Licht auf. Das bedeutet, Schwarz absorbiert viel mehr Strahlung, wodurch mehr Energie, oder eben mehr Wärme, gespeichert wird.»

Wohnwagen und Wohnmobile dürfen auch farbig sein.

Jürg Reinhard, TCS Mobilitätsexperte

«Gesetzlich spricht nichts gegen eine farbige Lackierung deines Wohnwagens. Wenn du dich dazu entscheidest ist es wichtig, dass du beim Strassenverkehrsamt den Eintrag zur Farbe deines Wohnwagens im Fahrzeugausweis anpassen lässt.»

Michael Sterk, Betriebsleiter von Bantam Camping AG in Hindelbank, erklärt: «Vans und Kastenwagen werden in vielen unterschiedlichen Farben angeboten. Wohnmobile gibt es neben weiss auch in silber. Bei vereinzelten Herstellern werden auch Wohnwagen in silber angeboten. Im Verkauf kommt die Frage nach einer anderen Aussenfarbe so gut wie nie.»

Es muss nicht immer Weiss sein. Bring Farbe in dein (Camper-)Leben.

Es muss nicht immer Weiss sein. Bring Farbe in dein (Camper-)Leben.

C & M Graf, Bern

«Welche unserer Nachbarländer sind camping-freundlich? Was sind die Unterschiede?»

Camping ist in allen unseren Nachbarländern weit verbreitet. Es gibt überall genügend Camping- und Stellplätze, das Reisen ist sehr sicher und alle Nachbarländer sind landschaftlich und kulturell sehr empfehlenswert. Wenn wir auf unserer Camping-Plattform Pincamp.ch die Beliebtheitskala der Schweizer Nachbarländer anschauen, liegt Italien ganz oben, gefolgt von Frankreich, Deutschland und Österreich. Das lässt sich natürlich damit erklären, dass die zwei Lieblingsländer der Camper ein warmes, mediterranes Klima haben, was für Schweizer ein beliebtes Kriterium bei der Wahl der Feriendestination ist.

Wildcampen ist in unseren Nachbarländern grundsätzlich nicht erlaubt. Italien verbietet es ganz, in Deutschland und Österreich regelt jedes Bundesland die Bestimmungen für sich und in Frankreich sind die wenigen Ausnahmen Sache der Gemeinden. Wir empfehlen daher immer, sich direkt vor Ort zu erkundigen.

Sonne, Meer und Sand zwischen den Zehen – Schweizer campen gerne in Italien.

Sonne, Meer und Sand zwischen den Zehen – Schweizer campen gerne in Italien.

Camping Centro Vacanze Pra‘ delle Torri, Caorle - Venetien / by pincamp.ch

«Welche Grundausrüstung brauche ich im Camper? Was muss ich unbedingt dabei haben?»

Die Antwort dazu ist ganz individuell. Je nachdem, ob du mit Van, Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt oder ob du alleine oder mit Familie reist, ist die Liste natürlich unterschiedlich. Nebst dem eigenen Bedarf wie Kleider, Haushalt- und Hygieneartikel, gibt es aber ein paar Gegenstände, die du vielleicht nicht sofort auf dem Radar hast beim Packen, die aber unterwegs und auf dem Campingplatz sehr hilfreich sein können:

  • Taschen- und Stirnlampe

  • Kerzen, Feuerzeug und Zündhölzer

  • (Ersatz-)Batterien und Adapter

  • Reiseapotheke und Antimückenspray

  • Wäscheklammern, Wäscheleine, Wäschespinne oder Ähnliches (Achtung, auf manchen Campings sind Wäscheleinen nicht erlaubt)

  • Schnur, Ersatzheringe, Hammer und eine kleine Schaufel

  • Plastikplane und eine wasserdichte Kiste

Wichtig beim Packen ist, dass du das maximal erlaubte Gesamtgewicht beachtest, vor allem bei Wohnmobil und Wohnwagen. Wenn dir doch mal etwas Wichtiges fehlt, kann du es unterwegs besorgen oder beim netten Campingnachbarn fragen, ob du dir etwas ausborgen kannst. Auf unserem Ratgeber kannst du ausführliche und praktische Checklisten herunterladen und ausdrucken, damit auch wirklich nichts vergessen geht.

Auch beim Packen für die Campingferien gilt: weniger ist mehr.

Auch beim Packen für die Campingferien gilt: weniger ist mehr.

TCS Camping

«Was tun mit nassen Handtüchern/nasser Kleidung, wenn das Wetter schlecht ist?»

Wohnmobile oder Wohnwagen verfügen meist über ein Vorzelt, dort kann man nasse Wäsche problemlos zum Trocknen aufhängen. Für Vanlifer und Zeltler ist das schon eher eine Herausforderung. Wenn man nasse Kleider im Zelt oder Camping-Fahrzeug aufhängt, erhöht das die Feuchtigkeit, was dann beim Trocknen auch nicht wirklich hilft. Was kannst du also tun?

Ein paar erfahrene und wetterfeste Camper haben uns ihre Tipps verraten:

Vorbeugen:

  • Mikrofaser- statt Frottiertücher, die trockenen viel schneller.

  • Schnelltrocknende Funktionswäsche, vor allem, wenn die Wetterprognosen Regen ankündigen.

  • Damit die Kleider gar nicht erst nass werden: Schirm, Regenhose und Regenjacke.

Trocknen:

  • Trockenraum oder Wäschetrockner auf dem Campingplatz nutzen.

  • Auch der Handtrockner auf einer öffentlichen Toilette kann für kleinere Teile hilfreich sein.

  • Wenn du mit dem Van unterwegs bist und gerade kein anderes Schlechtwetterprogramm hast: Waschsalon aufsuchen und die nasse Wäsche dort tumblern.

  • Bei Weiterfahrt die nassen Sachen im Auto/Campervan aufhängen.

  • Wohnmobil/Wohnwagen: Um Kondenswasser im Innenraum zu vermeiden, nasse Sachen im Vorzelt aufhängen. Zur Not auch in der Nasszelle. Wenn der Regen vorbei ist, alles sofort wieder nach draussen hängen und den Camper/Wohnwagen gut durchlüften, um die Feuchtigkeit rauszulassen.

  • Nasse Schuhe? Zeitungspapier reinstopfen, das saugt das Wasser auf und trocknet die Schuhe schneller.

Empfehlenswert: Mikrofasertücher und Kleidung aus schnelltrocknenden Stoffen

Empfehlenswert: Mikrofasertücher und Kleidung aus schnelltrocknenden Stoffen

Alexkarankevich - stock.adobe.com

Weitere Informationen zum Thema findest du auch auf dem Online Camping-Insider Ratgeber. Hier erhältst du viele Reise-Inspirationen und Tipps für die Reisevorbereitung, zur Camping- oder Fahrzeugausrüstung und für deine Sicherheit, egal, ob unterwegs oder auf dem Campingplatz.

TCS Camping

Unter der Marke TCS Camping betreibt der Touring Club Schweiz (TCS) seit über 70 Jahren Campingplätze in der gesamten Schweiz. 2021 verbuchten die 23 TCS-Plätze über 1 Million Logiernächte. Zusammen mit der Buchungsplattform pincamp.ch, dem Online Ratgeber camping-insider.ch, diversen weiteren Dienstleistungen rund um Camping und Caravaning sowie mit den knapp 23‘000 Camping-Mitgliedern ist der TCS die grösste und führende Camping-Organisation in der Schweiz.

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