Mehr Lebensmittelallergien: 5 Gründe

Allergien, auch Lebensmittelallergien, nehmen weltweit zu. Woran das liegt und welches die häufigsten sind. 

Allergien, auch Lebensmittelallergien, nehmen weltweit zu. Woran das liegt und welches die häufigsten sind. 

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UnverträglichkeitenAuf diese fünf Lebensmittel reagieren viele Menschen allergisch 

Immer mehr Menschen scheinen gewisse Lebensmittel nicht mehr zu vertragen. Wir erklären, was hinter dieser Entwicklung steckt.

von
Luise Faupel

Kommt es dir so vor, als würden immer mehr Menschen in deinem Umfeld über eine Food-Allergie klagen? Laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit haben in der Schweiz circa zwei bis acht Prozent der Bevölkerung eine nachweisbare Lebensmittelallergie. Das ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf pflanzliche oder tierische Eiweisse. Die häufigsten Auslöser sind Nüsse, Hühnereier und Kuhmilcheiweiss.

Kleinkinder entwickeln laut des Allergiezentrums Schweiz am häufigsten Allergien auf Nahrungsmittel, vertragen diese mit zunehmendem Alter aber oft wieder. Auch sie reagieren typischerweise auf Kuhmilch, Hühnerei oder Erdnuss.

Erdnüsse finden sich unter den Top fünf der häufigsten Lebensmittelallergien.

Erdnüsse finden sich unter den Top fünf der häufigsten Lebensmittelallergien.

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Was ist eigentlich was?

Der Aufstieg von Allergien

Gemäss aha! Allergiezentrum Schweiz war 1900 insgesamt weniger als ein Prozent der Bevölkerung von Allergien betroffen. Heute leide ein Viertel bis ein Drittel der Schweizer Bevölkerung an Allergien irgendwelcher Art, unter anderem Nahrungsmittelallergien.

Häufigste Allergien

Einer der Gründe für die Zunahme ist unser Lebensstil. Besonders durch die Covid-Pandemie wurde bekannt, dass unser Abwehrsystem heutzutage viel zu wenig herausgefordert wird. Dies fördert die Entwicklung von Allergien. Gleichzeitig hat die Umweltbelastung zugenommen – was auch einen hohen Einfluss hat. 

Viele Menschen sind auch auf Meeresfrüchte, wie Crevetten, allergisch. 

Viele Menschen sind auch auf Meeresfrüchte, wie Crevetten, allergisch. 

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Auch auf Essgewohnheiten kommt es an: Erdnussallergien kommen vorwiegend in Nordamerika vor, während Fischallergien mehr in Spanien oder Italien auftreten. Vor allem aber hängen Allergien von der individuellen genetischen Veranlagung ab. Kinder von Eltern mit Allergien haben ein Risiko von bis zu 80 Prozent, selber auch eine Allergie zu entwickeln.

Hast du eine Lebensmittelallergie?

Exotische Früchte oder Sesam 

«Wir haben heutzutage zudem mehr exotische Lebensmittel auf dem Speiseplan. Etwas Neues auf dem Teller kann Reaktionen auslösen. Dies erklärt beispielsweise Allergien auf Kiwi, Bananen, Curry, Sesam oder Lupinen», heisst es beim aha! Allergiezentrum Schweiz.

Von Allergien ist auch häufig die Rede, wenn es um «ungelöste Rätsel in der Wissenschaft» geht. Theorien über die Ursache von wachsenden Zahlen reichen von hohen Hygiene, über Säuglinge, die nicht ausgewogen genug ernährt werden, bis zum Mangel an Vitamin D.

Das Schweizer Allergiezentrum beobachtet eine Zunahme bei Allergien auf exotische Früchte, wie Kiwis.

Das Schweizer Allergiezentrum beobachtet eine Zunahme bei Allergien auf exotische Früchte, wie Kiwis.

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Menschen in wohlhabenden Ländern, die mehr Zeit in Innenräumen verbringen, hätten laut eines Artikels von «Vox» aus der Reihe «Unexplainable» (unerklärbar) höhere Lebensmittelallergieraten als Menschen, die mehr Zeit im Freien verbringen. Und: Länder, die weiter vom Äquator entfernt sind, hätten ebenfalls höhere Allergieraten als diejenigen in der sonnigen Mitte des Planeten.

Könnte Vitamin-D-Mangel auch ein Grund für Allergien sein?

Könnte Vitamin-D-Mangel auch ein Grund für Allergien sein?

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Allergien begleiten uns in Zukunft

Das Magazin Schweizer Gesundheit schreibt: «Allergische Erkrankungen haben in unserem Land epidemische Dimensionen erreicht. Die Wissenschaft belegt, dass die Häufigkeit von Allergien in den industrialisierten Ländern über die letzten Jahrzehnte rasant zugenommen hat».

Laut Schätzungen der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) wird bis 2025 die Hälfte aller Frauen und Männer in Europa an einer Allergie leiden.

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