Butscha – «Warum wurden Zivilisten zu Tode gefoltert? Warum haben sie das getan?»
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Mutmassliche Gräueltaten von Butscha«Warum wurden Zivilisten zu Tode gefoltert? Warum haben sie das getan?»

Wolodomir Selenski befürchtet nach dem mutmasslichen Massaker in der Stadt Butscha, dass sich in anderen von Russland kontrollierten Gebieten noch Schrecklicheres abspielen könnte.

Warnung: Dieses Video enthält Bilder, die dich aufwühlen können. Nach den Gräueltaten in Butscha ist die Welt entsetzt.

Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenski befürchtet, dass sich noch «schrecklichere Dinge auftun könnten» als das, was bisher über die Verbrechen in der Stadt Butscha bekannt geworden ist. Andere Regionen des Landes stünden noch unter russischer Kontrolle. Dort könnten «noch mehr Tote und Misshandlungen» bekannt werden, sagte Selenski in einer Videobotschaft am Sonntagabend.

«Denn das ist die Natur des russischen Militärs, das in unser Land gekommen ist. Sie sind Unwesen, die nicht wissen, wie sie es anders machen sollen», sagte Selenski. Er wolle, dass jede Mutter eines russischen Soldaten die Leichen der getöteten Menschen in Butscha und anderen Städten sehe.

Wolodomir Selenski während eines Treffens unter anderem mit Ministern des Kabinetts. (2. April 2022) 

Wolodomir Selenski während eines Treffens unter anderem mit Ministern des Kabinetts. (2. April 2022) 

AFP

«Was haben sie getan? Warum wurden sie getötet? Was hat ein Mann getan, der mit dem Fahrrad die Strasse entlang fuhr?», fragte Selenski. «Warum wurden gewöhnliche Zivilisten in einer gewöhnlichen friedlichen Stadt zu Tode gefoltert? Warum wurden Frauen erdrosselt, nachdem sie ihnen die Ohrringe aus den Ohren gerissen hatten? Wie konnten sie Frauen vergewaltigen und sie vor den Augen der Kinder töten? Ihre Körper auch nach ihrem Tod verspotten? Warum haben sie die Körper von Menschen mit Panzern überfahren? Was hat die ukrainische Stadt Butscha Ihrem Russland getan?»

Bilder lösten international Entsetzen aus

Er sagte auch, dass die Ukraine eigentlich nicht im Ausland nach Waffen hätte fragen müssen. «Alle benötigten Waffen hätte man uns auch so zur Verfügung stellen müssen – ohne Bitten. Denn sie wussten sehr wohl, welches Übel bevorstand und was es mit sich bringen würde.»

Menschen trauern an einem Massengrab in Butscha. (3. April 2022) 

Menschen trauern an einem Massengrab in Butscha. (3. April 2022) 

AFP

Die Bilder aus der kleinen Stadt Butscha kurz vor Kiew, wo nach dem Abzug russischer Truppen zahlreiche Leichen von Bewohnern auf den Strassen gefunden worden waren, sorgten am Sonntag international für Entsetzen. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich, die die Stadt bis vor kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet das.  

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(DPA/roy)

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