Bionisches Armband: Warum züchtet Google künstliche Menschenhaut?
Aktualisiert

Bionisches ArmbandWarum züchtet Google künstliche Menschenhaut?

Google-Forscher wollen ein teils aus Kunsthaut bestehendes Armband entwickeln. Es soll Krebs oder Herzinfarkte frühzeitig erkennen.

von
pst
Die Abteilung Biowissenschaften des Google-X-Labors entwickelt ein bionisches Armband, das Krankheiten wie Krebs frühzeitig erkennen soll.

Die Abteilung Biowissenschaften des Google-X-Labors entwickelt ein bionisches Armband, das Krankheiten wie Krebs frühzeitig erkennen soll.

Bionisches Armband als Krankheits-Detektor. Forscher der Google-X-Forschungsabteilung entwickeln derzeit ein Armband, das zum Teil aus im Labor gezüchteter Menschenhaut besteht. Das bionische Armband soll künftig Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkte frühzeitig erkennen. Um die Technologie zu testen, müssen realistische menschliche Unterarme hergestellt werden. Die Haut der Arme besteht teilweise aus synthetischer, teilweise aus gespendeter Menschenhaut.

Gemäss Andrew Conrad von Google X soll die neue Technologie Krebszellen bereits erkennen können, sobald diese zum ersten Mal auftauchen. Möglich machen sollen das gemäss dem Chef der Abteilung Biowissenschaften Nanopartikel, die den Körper auf Anzeichen für eine Erkrankung «scannen», wie der «Independent» schreibt. Gelingt dies, könnte man in Zukunft Krankheiten noch vor dem Auftauchen erster Symptome behandeln.

Warum züchtet Google Menschenhaut? (Video: Youtube/The Atlantic)

Magnetisches Armband erkennt leuchtende Zellen

Um Krankheitsmarker wie beispielsweise Krebszellen ausfindig zu machen, sollen Patienten eine Pille mit Nanopartikeln schlucken, welche sich an die Marker heften. Google meldet, dass es bald möglich sein soll, diese Zellen zum Leuchten zu bringen. Das magnetische Bionik-Armband wiederum soll die leuchtenden Partikel erkennen, sobald sie über den Blutkreislauf in den Arm gelangen.

Da das System auf von den Zellen ausgesandtes Licht angewiesen ist, müssen die Forscher herausfinden, wie Licht durch verschiedene Hauttypen dringt. Laut Andrew Conrad befindet sich das ganze System noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Allerdings wollen die Google-Forscher schon in ein paar Jahren erste Erfolge verzeichnen.

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