Immobilienmarkt – Was beim Hypothekenkauf unbedingt zu beachten ist
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ImmobilienmarktWas beim Hypothekenkauf unbedingt zu beachten ist

Ein Ende der hohen Nachfrage nach Eigenheimen ist nicht in Sicht. Beim Hypothekenkauf lohnt es sich, verschiedene Offerten einzuholen und Alternativen zu Banken in Betracht zu ziehen.

von
Reto Bollmann
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Für viele bleibt das Eigenheim ein Traum, denn das Angebot ist klein und die Nachfrage gross.

Für viele bleibt das Eigenheim ein Traum, denn das Angebot ist klein und die Nachfrage gross.

Urs Jaudas/Tamedia
Der aktuelle Anstieg der Hypothekarzinsen ist vergleichsweise moderat.

Der aktuelle Anstieg der Hypothekarzinsen ist vergleichsweise moderat.

Marc Dahinden/Tamedia
Da weiterhin mit Schwankungen bei den Hypothekarzinsen zu rechnen ist, loht es sich, den Markt im Auge zu behalten.

Da weiterhin mit Schwankungen bei den Hypothekarzinsen zu rechnen ist, loht es sich, den Markt im Auge zu behalten.

Urs Jaudas/Tamedia

Darum gehts

Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt in der Schweiz gross. Gleichzeitig steigen die Preise für Wohneigentum seit 20 Jahren ungebrochen. Gemäss dem Immobilien-Dienstleistungsunternehmen Wüest Partner nahmen die Preise für Eigentumswohnungen in den letzten beiden Jahrzehnte um insgesamt 65 Prozent, bei den Einfamilienhäusern um sogar 68 Prozent zu. Und der Trend scheint anzuhalten: «Die Leute haben viel gespart, viele verfügen über ein sicheres Einkommen, das sind die treibenden Faktoren», erklärt Patrick Patrik Schnorf, Leiter Marktforschung bei Wüest Partner, den konstanten Preisanstieg in der SRF-Sendung Eco Talk.

Höhere Zinsen bremsen Nachfrage kaum

Gleichzeitig steigen die Hypothekarzinsen aktuell deutlich an – sie sind so hoch wie seit 2018 nicht mehr. Im langfristigen Vergleich ist der Anstieg immer noch moderat, wie Florian Schubiger, Mitgründer des Vergleichsportals Hypotheke.ch, gegenüber den Zeitungen von Tamedia (Bezahlartikel) betont. Jedoch vermögen die höheren Zinsen kaum, die grosse Nachfrage nach Wohneigentum zu bremsen. Immobilienexperte Schnorf erklärt: «Wir gehen davon aus, dass wegen der Zuwanderung, der hohen Geburtenraten und Haushaltsteilungen die Nachfrage in nächster Zeit auch so bleiben wird.»

Es ist in erster Linie das fehlende Angebot, das bei ungebrochener Nachfrage die Preise in die Höhe treibt. Pandemiebedingte staatliche Unterstützung hat die Nachfrage zusätzlich befeuert. Besonders in den Städten gestaltet sich die Immobiliensuche deshalb zunehmend schwierig, der Markt ist regelrecht ausgetrocknet. «Der Radius der Immobiliensuche hat sich deshalb auch auf die umliegenden ländlichen Regionen ausgedehnt», erklärt Immobilienfachmann Schnorf.

Zinsanstieg nicht zwingend dauerhaft

Kann davon ausgegangen werden, dass die Zinsen nun weiterhin ansteigen? Gemäss Robert Weinert, der das Immo-Monitoring bei Wüest Partner leitet, sind langfristige Prognosen kaum möglich, die Volatilität sei schlicht zu gross. Da sie sich die Zinsen nach wie vor auf relativ tiefem Niveau bewegen würden, sei aber durchaus mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, wie er gegenüber den Zeitungen von Tamedia (Bezahlartikel) sagt. Dementsprechend der Hypothekarvermittler Moneypark dazu, den Markt zu beobachten, um im richtigen Moment eine Hypothek aufnehmen zu können.

Alternativen zu Banken

Günstiger als bei vielen Banken sind Hypotheken oftmals bei Versicherern erhältlich. Der Vergleich anhand mehrerer Offerten lohnt sich darum auf jeden Fall. Wichtig ist dabei auch, dass Hypothekarzinsen grundsätzlich Verhandlungssache sind. So gibt beispielsweise die UBS keine allgemeinen Hypothekarzinssätze auf ihrer Website an. Zudem sind in vielen Fällen auch Onlinehypotheken günstiger – weshalb es sich auszahlen kann, auch diese abzuchecken.

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