Aktualisiert

PR-Experte«Was Bendrit macht, hat Hand und Fuss»

Bendrit Bajra ist der Star der Stunde am Schweizer Social-Media-Himmel. Nur: Kann er sich auch dort halten? Ja, sagen PR-Experten.

von
Yves Schott

(Quelle: YouTube/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=b-rgXlr88jo" target="_blank">LikeMag</a>)

Zwar sagt die Statistik nicht immer die ganze Wahrheit – in diesem Fall spricht sie aber eine deutliche Sprache. Fast 190'000 Follower auf Facebook, zehntausende Klicks für seine Youtube-Videos, ein Auftritt bei «Giacobbo/Müller», Werbeverträge bei Emmi und Samsung. Kein Zweifel: Bendrit Bajra ist das Schweizer Internet-Phänomen der Stunde.

Kritische Stimmen bezweifeln jedoch, dass der 19-Jährige mit Wurzeln im Kosovo längerfristigen Erfolg hat. Sein Stern werde so schnell erlöschen, wie er zu funkeln begonnen habe, so der Einwand.

«Er tut gut daran, sich selber treu zu bleiben»

PR-Fachmann David Schärer von der Kommunikationsagentur Rod widerspricht gegenüber 20 Minuten: «Er bringt das Talent mit, um sich oben halten zu können. Bendrit ist clever und hat ein eigenes Comedyformat in sozialen Medien entwickelt. Er hat eine Konstanz in der Qualität und findet zudem Resonanz.»

Kommunikationsexperte Christian Schiller von Schiller Kommunikation pflichtet ihm bei: «Bendrit ist authentisch und nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Seine humorvollen Geschichten sind aus dem Leben gegriffen und sprechen die Leute emotional an. Zudem ist es ihm gelungen, auch mit anderen Themen als den ‹Schweizer-Ausländer-Klischees› zu punkten.» Dies seien gute Voraussetzungen, dass sich die Marke Bendrit etablieren könne – wenn er denn sein Niveau halte.

Bendrit muss vorsichtig bleiben

Trotzdem: Zum Selbstläufer werde die Karriere nicht, ist Schärer überzeugt. «Er tut nun gut daran, seine Marke zu pflegen und sich selber treu zu bleiben. Der Deal mit Samsung passt gut zu Bendrit, er hat in irgendeiner Weise auch mit seinem Format zu tun. Nur sollte er sich nicht zu weit von der Marke Bendrit entfernen, sonst verwässert er sich.» Immerhin hält der Schwamendinger sein Schicksal also in den eigenen Händen.

Natürlich drohen auch Gefahren. Er dürfe nicht «zu viele Werbeverträge abschliessen», mahnt David Schärer.

Insgesamt stellt der PR-Profi Bendrit aber eine überaus positive Prognose. «Was Bendrit macht, hat Hand und Fuss. Er trifft offenbar einen Nerv und findet ein grosses Publikum.» Beste Voraussetzungen eigentlich, um sich in der Szene noch lange über Wasser halten zu können.

Deine Meinung