Tablet im Test: Was das PlayBook taugt
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Tablet im TestWas das PlayBook taugt

Die Online-Redaktion hat den ersten BlackBerry-Tablet genauer unter die Lupe genommen. Das Fazit fällt durchzogen aus.

von
mbu

RIM hat sich in der Vergangenheit mit seinen Business-Smartphones einen Namen gemacht – doch dem Kerngeschäft droht Gefahr. Mit seinen Smartphones rutscht der IT-Konzern in Sachen Marktanteile von Quartal zu Quartal tiefer ab (20 Minuten Online berichtete). Dafür zeigt die Kurve bei Konkurrenten wie HTC und Apple steil nach oben. Mit dem Playbook versucht das kanadische Unternehmen nun in einem neuen Geschäftsfeld Fuss zu fassen.

Der handliche Tablet-PC macht vom Gehäuse her einen sehr gut verarbeiteten Eindruck. Rückseite und Rahmen sind plastifiziert und bieten so Schutz vor Kratzern und Dellen. Durch das Menü des hauseigenes Betriebssystem lässt sich intuitiv navigieren. Das 7 Zoll grosse Multitouchdisplay ist gestochen scharf und die Performance, mit der Apps gestartet werden, das Multitasking unterstützt und im Web gesurft wird, ist einwandfrei. Zudem werden im Gegensatz zum iPad auch Flash-Inhalte unterstützt. Im Innern taktet ein 1 GHz schneller Dual-Core Prozessor, der Arbeitsspeicher umfassst 1 Gigabyte (GB). Eingelassen in den Rahmen steht dem User ein HDMI-Ausgang zur Verfügung.

Noch einige Mankos

Weniger gut gefällt die Tatsache, dass das Playbook über Bluetooth mit einem Blackberry-Smartphone gekoppelt werden muss, um E-Mail, Kontakte und den Kalender verfügbar zu machen. Schwer nachvollziehbar ist zudem, dass RIMs Messenger-Chat-System nicht den Sprung auf den eigenen Tablet-PC geschafft hat.

Die Kamera löst stark verzögert aus und die geschossenen Bilder lassen sich nicht drehen. Der im Rahmen angebrachte On-/Off-Schalter lässt sich kaum drücken. Die im App-World-Store angebotenen Apps sind grösstenteils nicht wirklich berauschend. Es ist die Rede, dass bald 3000 Applikationen zum Download bereitstehen sollen. iPad-User können auf über 350 000 Programme von Drittentwicklern zurückgreifen.

Fazit

Das Playbook ist vom Preis her leicht teurer als das iPad. Der gefühlte Spassfaktor ist allerdings deutlich geringer als beim Apple-Konkurrenten. Dazu trägt sicherlich auch das bescheidene App-Angebot bei. Dass man zusätzlich ein BlackBerry-Smartphone benötigt, um elementare Tablet-Funktionen wie E-Mail und Kalender nutzen zu können, ist alles andere als konsumentenfreundlich. Gut gefallen hat dafür die gesamte Hardware-Ausstattung.

Das im Test verwendete PlayBook wurde vom Onlinehändler Digitec zur Verfügung gestellt, der es für 599 Franken (16 GB) im Angebot führt.

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