Zu unbekannt: Was, das Raclette-Emoji wurde abgelehnt!

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Zu unbekanntWas, das Raclette-Emoji wurde abgelehnt!

Apple, Google, Microsoft und Facebook sind dagegen, den Emoji-Katalog um ein Raclette-Symbol zu erweitern.

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vhu
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Das endgültige Design des Raclette-Emojis. Entsprechend den Forderungen in Farbe und Schwarz-Weiss; so wurde der Vorschlag beim Unicode Konsortium eingereicht.

Das endgültige Design des Raclette-Emojis. Entsprechend den Forderungen in Farbe und Schwarz-Weiss; so wurde der Vorschlag beim Unicode Konsortium eingereicht.

Quentin Hugon/Le Monde
Bevor das Projekt Raclette-Emoji jedoch starten konnte, musste eine wichtige Frage geklärt werden. Welches Bild haben die Leute vor Augen, wenn sie an Raclette denken? Raclette aus dem Pfännchen oder Raclette, das vom halben Käselaib geschabt wird? Gewonnen hat das Raclette aus dem Pfännchen.

Bevor das Projekt Raclette-Emoji jedoch starten konnte, musste eine wichtige Frage geklärt werden. Welches Bild haben die Leute vor Augen, wenn sie an Raclette denken? Raclette aus dem Pfännchen oder Raclette, das vom halben Käselaib geschabt wird? Gewonnen hat das Raclette aus dem Pfännchen.

Twitter/@corentin_lamy
Für das Design war der Grafikdesigner Quentin Hugon von Pixels verantwortlich. Seine Aufgabe war, ein kleines Pfännchen mit Käse zu erstellen. Ziel war, das Raclette-Emoji so reduziert wie möglich darzustellen. Von einer ersten Version mit «Gschwellti», Gürkli und Aufschnitt ...

Für das Design war der Grafikdesigner Quentin Hugon von Pixels verantwortlich. Seine Aufgabe war, ein kleines Pfännchen mit Käse zu erstellen. Ziel war, das Raclette-Emoji so reduziert wie möglich darzustellen. Von einer ersten Version mit «Gschwellti», Gürkli und Aufschnitt ...

Quentin Hugon/Le Monde

Emojis sind auf dem Smartphone allgegenwärtig. Mit ihnen werden Textnachrichten um Emotionen erweitert, Nachrichten verständlicher gemacht oder sogar Worte ersetzt. Jährlich wird der Katalog um weitere Symbole erweitert – derzeit beläuft sich die Zahl auf über 2500 Emojis.

Zwei Journalisten der französischen Tageszeitung «Le Monde» wollten den Katalog um ein Raclette-Emoji erweitern. Dazu reichten sie einen Antrag beim sogenannten Unicode Konsortium ein. Doch die Organisation lehnten den Vorschlag ab.

«Raclette ist ein zu unbekanntes Gericht»

Ihre Enttäuschung haben die Journalisten in ihrem Artikel geteilt. Darin schildern sie ihre ursprüngliche Motivation für das Raclette-Emoji sowie die lange Entstehungsgeschichte.

Wer nämlich ein neues Emoji bei Unicode vorschlagen möchte, kann nicht einfach nur ein E-Mail senden. Ein mehrseitiges Dossier legt Kriterien und Anforderungen an einen Antrag fest. Gescheitert ist das Raclette-Emoji schlussendlich an seiner Beliebtheit. Laut Unicode sei es zu unbekannt, um zum Katalog hinzugefügt zu werden.

Kommt bald das Fondue-Emoji?

Verantwortlich für die Aufnahme neuer Emojis in den Katalog ist das Unicode Konsortium. Es definiert weltweite Standards für Zeichen auf elektronischen Geräten. Der gemeinnützigen Organisation gehören unter anderem auch Apple, Microsoft, Google, IBM oder auch Adobe Systems an. Präsident ist Mark Davis von Google.

In einem Interview mit 20 Minuten verriet Davis 2017, dass ihm im Emoji-Katalog noch das Fondue-Emoji fehle. 20 Minuten hat damals einen Antrag eingereicht. Der definitive Entscheid steht noch aus.

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