Essen im Flugzeug: Was, dieses Gummi-Sandwich kostet extra?
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Essen im FlugzeugWas, dieses Gummi-Sandwich kostet extra?

Passagiere mit Light-Tarif müssen bei der Swiss fürs Essen draufzahlen. Fünf Gründe, warum das mühsam ist.

von
Dominic Benz
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Das Essen ist meist der Höhepunkt eines langweiligen Flugs. 20 Minuten hat die Airlines nach Bildern ihres Essens gefragt – und schöne Pressebilder erhalten. Nun haben die Leser geantwortet. In der Bildstrecke sehen Sie den Vergleich zwischen der Wirklichkeit der Leser und den Werbebildern.

Das Essen ist meist der Höhepunkt eines langweiligen Flugs. 20 Minuten hat die Airlines nach Bildern ihres Essens gefragt – und schöne Pressebilder erhalten. Nun haben die Leser geantwortet. In der Bildstrecke sehen Sie den Vergleich zwischen der Wirklichkeit der Leser und den Werbebildern.

Keystone/Christian Beutler
Am meisten Leser sind mit der Swiss geflogen und haben der Redaktion ihre Bilder der Mahlzeiten geschickt.

Am meisten Leser sind mit der Swiss geflogen und haben der Redaktion ihre Bilder der Mahlzeiten geschickt.

Keystone/Gaetan Bally
So sieht zum Beispiel ein Frühstück in der Business-Klasse aus bei der Swiss.

So sieht zum Beispiel ein Frühstück in der Business-Klasse aus bei der Swiss.

Leser-Reporter

Die «All inclusive»-Zeiten beim Fliegen sind vorbei. Immer mehr Airlines verlangen für Gepäck oder den gewünschten Sitzplatz einen Aufpreis. Auch das Essen ist oft im Ticketpreis nicht mehr dabei. Die Swiss zieht nun nach: Passagiere der Lufthansa-Tochter müssen künftig für Europaflüge ab Genf für Sandwich, Bier oder Wein extra bezahlen. Das betrifft Fluggäste, die mit dem günstigsten Economy-Tarif Light reisen, also nur mit Handgepäck.

Die zusätzlichen Kosten fürs Essen verärgert viele Reisende. Sie wollen an Bord nicht auch noch zusätzlich Geld ausgeben. 20 Minuten hat die Gründe aufgelistet, warum einen die Zusatzkosten so richtig ärgern können:

• Das Essen ist nicht gut

Der Blick aus dem Flugzeugfenster ist herrlich, der Magen knurrt – und dann das: Die Flugbegleiterin bietet einem ein verquetschtes Chäschüechli oder ein vertrocknetes Käse-Sandwich an. Was man letztlich isst, spielt keine Rolle: Der Nachgeschmack lässt zwangsläufig die Bilder einer Mikrowelle hochkommen. Und zahlen muss man das dann auch noch.

• Das mühsame Suchen nach dem Portemonnaie

Am Fensterplatz hat man sich gemütlich installiert. Endlich bringt die Flugbegleiterin das bestellte Sandwich mit der Bitte, es doch gleich zu bezahlen. Doch, verflucht: Das Geld ist oben im Gepäckfach. So weckt man halt den schlafenden Sitznachbarn, kämpft sich aus dem Sitz und grübelt das Geld aus der vollgestopften Tasche. Früher war Fliegen wirklich erholsamer.

• Das Fliegen verliert an Klasse

Früher war Fliegen noch die höchste Form des Reisens. Und heute? Heute muss der Passagier für den Fensterplatz, das Einchecken des Koffers und sogar fürs Chäschüechli extra drauflegen. Da kann man ja gleich mit dem Zug fahren.

• Eine Tradition geht flöten

Auch wenn das Essen im Flugzeug nie wirklich geschmeckt hat – es war doch das Highlight auf einem langen Flug. «Das Essen im Flugzeug war selbstverständlich und hatte einen gewissen Unterhaltungswert», sagt denn auch Claude Messner, Konsum-Experte an der Universität Bern. Dieses Erlebnis kriegt man jetzt nur noch für einen Extra-Batzen.

• Die Tickets sind schon teuer genug

Nach stundenlangem Suchen hat man im Netz endlich das günstigste Flugticket ergattert. Doch das Gefühl bleibt: Man hätte es bestimmt noch günstiger gekriegt. Also soll die Reise nicht noch teurer werden. Aufs Essen im Flugzeug wird darum zähneknirschend verzichtet.

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