Kinostarts Dezember 2022: Was dir der Familienfilm «Oskars Kleid» über trans Kinder beibringt

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Kinostarts Dezember 2022Was dir der Familienfilm «Oskars Kleid» über trans Kinder beibringt

Florian David Fitz spielt einen Familienvater, der sein Bild von Geschlechterrollen hinterfragt, ausserdem startet ein Roadmovie über ein geklautes Baby – das und mehr kommt diese Woche ins Kino.

von
Alisa Fäh

Darum gehts

  • Wir stellen dir die Kino-Highlights der Woche vor.

  • Florian David Fitz hat das Drehbuch zu einem Familienfilm über ein Kind mit trans Identität geschrieben und spielt einen überforderten Vater.

  • In einem Roadmovie wird ein Neugeborenes aus der Babyklappe geklaut.

  • «Blueback» zeigt die Freundschaft zu einem Fisch.

  • Naomi Ackie verkörpert Whitney Houston in einem Biopic.

«Oskars Kleid»

Ben (Florian David Fitz) und Mira (Marie Burchard) sind geschieden, die beiden Kinder Oskar (Laurì) und Erna (Ava Petsch) leben bei ihr – für Ben fühlt sich das wie Scheitern an.

Als Mira hochschwanger vorzeitig ins Spital muss, ziehen die Kinder bei ihm ein. Ben freut sich, sich in der Vaterrolle beweisen zu können – doch dabei tun sich auch Themen auf, bei denen er erstmal dazulernen muss.

Oskar heisst jetzt Lili

Der Polizist merkt, dass er mit seinen eigenen Vorurteilen und Erwartungen an Geschlechterrollen aufräumen muss. Oskar würde nämlich am liebsten nur noch dieses eine knallgelbe Kleid tragen und verkündet: «Ich heisse nicht Oskar, ich heisse Lili.» 

LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?

Hier findest du Hilfe:

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Du-bist-du.ch, Beratung und Information

InterAction, Beratung und Information für intergeschlechtliche Menschen, Tel. 079 104 81 69

Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Die elfjährige Kinderdarstellerin Laurì, die im Film ihr Debüt gibt und Oskar/Lili spielt, erklärt: «Es ist ein sehr wichtiges Thema, welches oft unausgesprochen bleibt. Nicht alle trans Kinder sind wie Lili und haben den Mut, ihre wahren Gefühle zu zeigen.»

Das sagt Florian David Fitz

«Oskars Kleid» soll laut Produzent Dan Maag Mut machen und Akzeptanz sowie Offenheit vermitteln. Nichtsdestotrotz werden im Film verschiedene Reaktionen auf Lilis trans Identität sichtbar.

«Im Fokus steht aber stets dieses Kind, das sich als einziges Wesen so verhält, wie es alle machen sollten», sagt Florian David Fitz, der auch das Drehbuch geschrieben hat, in einem Pressestatement. «An dem unmöglichen Verhalten der Erwachsenen entzünden sich am Ende eigentlich alle Konflikte.»

Was schaust du dir im Kino an?

«Broker»

Regisseur Hirokazu Kore-eda («Shoplifters») veröffentlicht einen Roadmovie: Die junge Mutter So-young (Lee Ji-eun) legt ihr Neugeborenes in eine Babyklappe. Dort bleibt es nicht lange – Sang-hyun (Song Kang-ho) und Dong-soo (Gang Dong-won) nehmen regelmässig Babys aus der Klappe an sich.

Sie verkaufen sie an adoptionswillige Menschen mit Kinderwunsch (nur, sofern die potenziellen Eltern den Babys ein schönes Zuhause bieten können). 

So-young will ihr Kind zurück

So-young bereut ihre Entscheidung allerdings bald und kehrt zur Klappe zurück, um ihren Sohn wieder zu holen. Sang-hyeon und Dong-soo befürchten, dass die Polizei von ihren Machenschaften erfährt, also weihen sie So-young ein.

Sie überzeugen sie davon, gemeinsam mit ihnen auf einen Roadtrip zu gehen. Es beginnt eine Reise durch Südkorea, um die idealen Eltern für das Kind zu finden – während die beiden Ermittlerinnen Soo-jin (Bae Doona) und Lee (Lee Joo-young) dem Trio auf den Fersen sind.

«Blueback»

Abby (Ariel Joy Donoghue) freundet sich als Achtjährige beim Tauchen mit einem Zackenbarsch an, den sie Blueback tauft. Ihre aktivistische Mutter Dora (Radha Mitchell) hat ihr das Tauchen beigebracht – und durch sie erfährt Abby, dass der Fisch und sein Lebensraum bedroht sind.

Mittlerweile ist Abby erwachsen (nun gespielt von Mia Wasikowska) und setzt sich als Meeresbiologin für den Schutz der Ozeane ein.

«Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody»

Naomi Ackie verkörpert Whitney Houston: Der Film von Kasi Lemmons rollt auf, wie das Mädchen aus New Jersey mit ihrer Stimme zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten wurde.

Im Cast mit dabei sind unter anderem auch Stanley Tucci als Plattenfirmen-Boss Clive Davis und Tamara Tunie als Houstons Mutter Cissy. Ashton Sanders spielt Bobby Brown, mit dem Whitney in eine toxische Ehe schlitterte.

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