Eingeschränkter Horizont: Was Disney-Prinzessinnen aus den Mädchen machen
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Eingeschränkter HorizontWas Disney-Prinzessinnen aus den Mädchen machen

Viele Mädchen spielen gerne mit Prinzessinnen. Das hat einen Einfluss auf ihr Rollenverständnis, zeigt eine Studie.

von
Michael Baumann
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Das Rollenbild, das Disney-Prinzessinnen vermitteln, ist nicht unbestritten.So hat kürzlich eine Studie ergeben, dass sie in den Filmen kaum zu Wort kommen.

Das Rollenbild, das Disney-Prinzessinnen vermitteln, ist nicht unbestritten.So hat kürzlich eine Studie ergeben, dass sie in den Filmen kaum zu Wort kommen.

Walt Disney Pictures/Everett Collection
Nun zeigt eine weitere Studie, dass Mädchen, die viel mit Spielzeug-Prinzessinnen aus Disney-Zeichentrickfilmen spielen, ...

Nun zeigt eine weitere Studie, dass Mädchen, die viel mit Spielzeug-Prinzessinnen aus Disney-Zeichentrickfilmen spielen, ...

M.A. Philbrick
... dem weiblichen Stereotyp viel stärker entsprachen als solche, die sich mit anderem Spielzeug beschäftigen.

... dem weiblichen Stereotyp viel stärker entsprachen als solche, die sich mit anderem Spielzeug beschäftigen.

iStock

In den Kinderzimmern vieler Mädchen finden sich Spielzeug-Prinzessinnen, die aus Disney-Zeichentrickfilmen stammen. Insgesamt elf solche Figuren verkauft der Filmkonzern. Ob sich das Geschlechterverständnis von Kindern verändert, wenn sie mit Prinzessinnen-Figuren spielen, haben Forscher der amerikanischen Brigham Young University untersucht. Sie befragten 198 drei- bis sechsjährige Jungen und Mädchen zu ihren Spielzeugvorlieben und beobachteten ihr Verhalten.

Nach einem Jahr wiederholten die Forscher ihre Untersuchung. Sie fanden heraus, dass Mädchen, die mehr als einmal in der Woche mit den Disney-Prinzessinnen gespielt hatten, dem weiblichen Stereotyp viel stärker entsprachen als solche, die sich mit anderem Spielzeug beschäftigen: Erstere hantierten lieber mit Tee-Sets und Spielzeugküchen, als dass sie zum Beispiel auf Bäume kletterten oder mit Holzwerkzeug spielten.

Horizont wird eingeschränkt

Was bedeutet das für die Mädchen? «Grundsätzlich können Mädchen wie Buben mit denselben Dingen spielen», sagt Fabienne Amlinger, Geschlechterforscherin an der Uni Bern. Doch der ursprünglich breite Horizont von Mädchen werde durch das Spielen mit Prinzessinnen eingeschränkt. Woher die Vorliebe für die Figuren kommt, sei allerdings schwer zu sagen: «Neben der Werbung haben auch die Eltern einen Einfluss – oft unbewusst», sagt Amlinger.

Dass die Einstellung der Eltern eine wichtige Rolle spielt, glaubt auch Yves Burger, Geschäftsführer von Franz Carl Weber. Drei Viertel seiner zahlenden Kunden sind Frauen – vor allem Mütter und Grossmütter. «Sie übertragen ihre Weltsicht auf die Kinder auch durch die Art des Spielzeugs, das sie für sie auswählen.»

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