Fall Khashoggi: Was Erdogan vor allem nicht ansprach
Aktualisiert

Fall KhashoggiWas Erdogan vor allem nicht ansprach

Der türkische Präsident sprach über die Tötung von Khashoggi und wollte «die ganze Wahrheit» enthüllen und «ins Detail gehen». Doch das tat Erdogan nicht.

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Erdogan spricht am Dienstag über den Fall Khashoggi.

Erdogan spricht am Dienstag über den Fall Khashoggi.

Zuvor hatte die türkische Polizei ein Auto des Konsulats in einer Tiefgarage gefunden. Vor der Garage versammelten sich in Erwartung einer Durchsuchung zahlreiche Journalisten. (22. Oktober 2018)

Zuvor hatte die türkische Polizei ein Auto des Konsulats in einer Tiefgarage gefunden. Vor der Garage versammelten sich in Erwartung einer Durchsuchung zahlreiche Journalisten. (22. Oktober 2018)

AFP/Ozan Kose
Die Tiefgarage, in der das Auto gefunden wurde, liegt in einem Wohn- und Geschäftsviertel am nördlichen Stadtrand der Metropole rund 15 Kilometer vom Konsulat entfernt.

Die Tiefgarage, in der das Auto gefunden wurde, liegt in einem Wohn- und Geschäftsviertel am nördlichen Stadtrand der Metropole rund 15 Kilometer vom Konsulat entfernt.

AFP/Ozan Kose

Noch verzögert sich die Rede, in der der türkische Präsident Erdogan zum Fall Khashoggi «die ganze Wahrheit» enthüllen und «ins Detail gehen» will. Angekündigt war die Rede um 10.45 Uhr (Schweizer Zeit) – zur selben Zeit wird in Riad eine Wirtschaftskonferenz eröffnet.

Erdogan hatte am Sonntag angekündigt, er werde bei einer Rede vor der Fraktion der Regierungspartei AKP im Parlament «die nackte Wahrheit» zu dem Fall enthüllen. Ankara hat bisher unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen direkte Schuldzuweisungen vermieden.

Türkische Medien veröffentlichen jedoch laufend neue Details zu den Polizeiermittlungen, die Saudi-Arabiens Kronprinzen Mohammed bin Salman belasten. Das Königreich hatte unter internationalem Druck am Samstag erklärt, dass Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat seines Landes bei einer «Schlägerei» getötet worden sei. Weltweit stösst diese Darstellung jedoch auf Skepsis, da Riad wochenlang versichert hatte, dass er das Konsulat lebend verlassen habe. (afp)

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