25.10.2020 10:00

Was es mit der Metzgete auf sich hat

Im Herbst landen nicht nur Rotkraut und Marroni auf dem Teller, es ist auch die Zeit der Metzgete – also von allem, was aus viel Fleisch, Blut und Innereien gemacht ist.

von
Lucien Esseiva
25.10.2020

Wenn die Tage kürzer und kühler werden, ist die perfekte Zeit für Bauern gekommen, um ihre Tiere (meist Schweine) zu schlachten. Früher wurde diese Arbeit direkt auf dem Hof erledigt, meist kam den Bauern ein sogenannter Störmetzger zu Hilfe und gemeinsam verarbeitete man das ganze Tier zu Fleischprodukten.

Die Tradition der Metzgete stammt aus einer Zeit, lange bevor es grosse Schweinefarmen gab, Bauern hielten ihre Tiere oft nur zum Eigengebrauch, sie über den Winter zu füttern, war vielen zu teuer. Und wenn man schon so bescheiden und sparsam lebt, dann versteht es sich von selbst, dass das ganze Tier – heute würde man sagen «Nose to Tail» – verarbeitet wird.

Eine Metzgete ist eine ziemlich blutige Angelegenheit. Diesen Anblick wollen wir euch ersparen. 

Eine Metzgete ist eine ziemlich blutige Angelegenheit. Diesen Anblick wollen wir euch ersparen.

Unsplash/Kyle Mackie
Vom Tier wird ziemlich alles, also auch Blut, Innereien, Speck und Bauch- und Kopffleisch verarbeitet. 

Vom Tier wird ziemlich alles, also auch Blut, Innereien, Speck und Bauch- und Kopffleisch verarbeitet.

Unsplash/Kyle Mackie
Das Endresultat, wie Rippli und Schinken (oben) Blutwurst (links) und Leberwurst (rechts), könnte man dann auch ein bisschen schöner anrichten. 

Das Endresultat, wie Rippli und Schinken (oben) Blutwurst (links) und Leberwurst (rechts), könnte man dann auch ein bisschen schöner anrichten.

Codcderivative work: Jocian 

Sagt man alles, meint man auch alles

Heute präsentiert sich die Situation natürlich etwas anders. Doch auch im Jahr 2020 gibt es noch Kleinbauern, die ihre Tiere selber metzgen und verarbeiten – die Produkte werden gerne in Landgasthöfen angeboten. Blut- und Leberwürste gibt es oft auch beim Grossverteiler.

Aber auch hartgesottene Fleischliebhaber schrecken manchmal vor eine deftigen Schlachtplatte zurück. Besonders Schweineblut, dass sonst nur für wenige Speisen wirklich zu gebrauchen ist, ist manchen etwas zu viel des Guten. Andere freuen sich besonders auf das Endprodukt: die Blutwurst.

Was ist deine Meinung?

Ist, in Zeiten von vegetarischen und veganen Ersatzprodukten oder Alternativen und von kreativer Gemüseküche, Metzgete überhaupt noch zeitgemäss? Was haltet ihr von diesem fleischigen Gelage? Diskutiert mit in den Kommentaren und stimmt ab. Wir sind auf eure Meinung gespannt!

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9 Kommentare
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Omnivore

26.10.2020, 09:46

Ist doch klar, lecker und nachhaltig, gesunde Protein-Quelle.

Waldkauz

26.10.2020, 08:41

komisches Schweinefleisch?

singvogel

26.10.2020, 07:25

was denn? covid19 :-)