24.07.2020 10:02

Podcast «Story»

Was fühlen Hinterbliebene nach einem Suizid?

Im 20 Minuten-Podcast «Story» berichten Leute wie du und ich von den Schicksalsschlägen ihres Lebens. Im ersten Dreiteiler kommen Suizid-Betroffene zu Wort.

von
Melanie Biedermann
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Raina verlor ihren Partner Marvin (†23). «Als ich davon erfuhr, spürte ich, wie mein Körper dagegen ankämpft, den Schock zu überleben – bis jetzt», sagt sie.

Raina verlor ihren Partner Marvin (†23). «Als ich davon erfuhr, spürte ich, wie mein Körper dagegen ankämpft, den Schock zu überleben – bis jetzt», sagt sie.

20 Minuten Video
Was geht in Betroffenen vor, die ihre Liebsten an Suizid verlieren? Die Suizid-Reportage von Désirée Pomper und Tarek El Sayed beleuchtet in drei Geschichten fünf Schicksale von Hinterbliebenen. Die Serie gibt es als Video- und via 20 Minuten Radio als Podcastformat.

Was geht in Betroffenen vor, die ihre Liebsten an Suizid verlieren? Die Suizid-Reportage von Désirée Pomper und Tarek El Sayed beleuchtet in drei Geschichten fünf Schicksale von Hinterbliebenen. Die Serie gibt es als Video- und via 20 Minuten Radio als Podcastformat.

20 Minuten Video
Raina und Marvin – ein Bild aus glücklichen Tagen. Das junge Paar verbrachte vor Marvins Tod über fünf Jahre zusammen.

Raina und Marvin – ein Bild aus glücklichen Tagen. Das junge Paar verbrachte vor Marvins Tod über fünf Jahre zusammen.

20 Minuten Video

Darum gehts

  • In der Schweiz sterben täglich zwei bis drei Menschen durch Suizid.
  • Désirée Pomper und Tarek El Sayed besuchten Betroffene mit der Kamera und erzählen ihre Geschichten in einer dreiteiligen Videoserie. Hier geht es zu Teil 1, 2 und 3.
  • Im Podcast «Story» gibt es die Serie zum Nachhören. Alle Folgen sind in der Radio-Section der 20-Minuten-App verfügbar.
  • Die Videoserie «Schicksal» beleuchtet laufend Geschichten aus deiner Community.

Es gibt Schicksale, die uns den Boden unter den Füssen wegziehen und alles auf den Kopf stellen. Suizid ist so eines. «In der Schweiz begehen täglich zwei bis drei Menschen Suizid», berichten Désirée Pomper und Tarek El Sayed in ihrer Videoserie. «Das hat Folgen für die Hinterbliebenen. Experten raten ihnen, über das Erlebte zu reden, das für viele so unfassbar bleibt.»

Nach einem Community-Aufruf begegnete das Team Menschen, die in den verschiedensten Lebenssituationen vom frühzeitigen Verlust einer geliebten Person betroffen waren.

Fünf Perspektiven auf den Suizid

In der Folge «Warum hat uns Marvin (†23) alleingelassen?» erinnern sich Raina und Saskia an die Zeit nach dem Schock. Raina erzählt aus der Perspektive der hinterlassenen Partnerin, Saskia als Schwester. In Teil zwei, «Mami nahm sich das Leben, während ich schlief», spricht Bettina zehn Jahre nach dem Tod ihrer Mutter über die letzten gemeinsamen Stunden und den Umgang mit der depressiven Mama. «Mein Sohn wollte sich von seinem Leiden befreien» beschliesst die dreiteilige Serie mit einem betroffenen besten Freund und einer Mutter: Stefan und Renate.

Die fünf Schicksale zeigen, wie individuell ein Suizid Hinterbliebene trifft. Es zeigen sich aber auch Gemeinsamkeiten: Das Verarbeiten des Erlebten ist immer ein Prozess, der Geduld und Lebensmut fordert.

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)


Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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