Aktualisiert 16.12.2014 09:11

Cellulite

Was gegen Orangenhaut hilft

Cellulite – ein lästiges Phänomen, das die meisten Frauen betrifft. Dr. Marco Toigo gibt Auskunft über Orangenhaut.

von
gss
Mit Organgenhaut sind oft selbst Sportlerinnen vertraut.

Mit Organgenhaut sind oft selbst Sportlerinnen vertraut.

Bei Cellulite (Orangenhaut) handelt es sich um eine unschöne Dellen- und Grübchenbildung der Haut. Cellulite betrifft fast ausschliesslich Frauen: zwischen 85 und 98 Prozent aller Frauen über 20 Jahren zeigen Anzeichen davon, wobei sich die Ausprägung von Person zu Person unterscheidet und auch im Lebensverlauf verändern kann. Cellulite kann aber auch bei Männern vorkommen, z.B. als Begleiterscheinung bei Testosteronmangel.

Als Ursache für Cellulite werden mehrere Faktoren vermutet, die jedoch miteinander in Verbindung stehen. Unter anderem scheint bei den Betroffenen das Bindegewebe an der Grenze zwischen Lederhaut und Unterhaut schwächer zu sein. Dadurch hat das Unterhaut-Fettgewebe eine verstärkte Tendenz, sich nach aussen zu wölben. Dies macht sich auf der Hautoberfläche in Form von Dellen und Grübchen bemerkbar, ganz ähnlich den Wölbungen an den Schwachstellen in der Luftballonhaut.

Was hilft gegen Cellulite?

Behandlungsversprechen im Kampf gegen Cellulite gibt es viele. Langfristig betrachtet sind die meisten jedoch heisse Luft. Zur Frage, welchen Effekt Training und Ernährung auf Cellulite haben, ist wissenschaftlich wenig bis nichts bekannt. So viel scheint aber klar zu sein: Wird durch Training und/oder Ernährung der Fettanteil im Körper so reduziert, dass auch die Problemzonen betroffen sind, und wird gleichzeitig die Muskelmasse in der Zielregion erhöht, wird der Fettanteil in der Problemzone reduziert. Die Fettreduktion in Kombination mit der Zunahme des Muskelvolumens ebnet die Hautoberfläche.

Dr. sc. nat. Marco Toigo befasst sich im Rahmen seiner universitären Forschungsarbeit im Labor für Muskelplastizität der Uniklinik Balgrist mit den Mechanismen des Muskelaufbaus und -abbaus. Nebst seiner Forschungstätigkeit ist er als ETH-Hochschuldozent fur Muskel- und Sportphysiologie sowie als Buchautor tätig. Er verfügt zudem über jahrelange Erfahrung in der Ausbildung von Fitnesstrainern und der Instruktion und Betreuung von Trainierenden.

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