Massnahmen-Kritiker-Demo - Organisatoren der Demo in Urnäsch AR werden angezeigt

Massnahmen-KritikerOrganisatoren der Demo in Urnäsch AR werden angezeigt

Am Samstag fanden in zwei Schweizer Städten Kundgebungen gegen die Schweizer Corona-Politik statt. Die Polizei liess die Demonstranten mehrheitlich gewähren, dennoch kam es zu zahlreichen Wegweisungen.

von
Reto Heimann

Deine Meinung

Samstag, 15.05.2021

Organisatoren in Urnäsch angezeigt

Laut Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden nahmen über 500 Personen an der unbewilligten Demo in Urnäsch teil. Es seien diverse Personalien erhoben worden. Es sei zu keinen Ausschreitungen, Sachbeschädigungen oder Verhaftungen gekommen.

Die für die Organisation verantwortlichen Personen werden zur Anzeige gebracht, heisst es in einer Mitteilung.

Zusammenfassung des Tages

Am Samstag fanden in den Städten Bern und Urnäsch AR Corona-Demonstrationen statt. In Urnäsch versammelten sich laut Reporter vor Ort um die 1000 Personen. Die Bewegung «Freiheitstrychler» rief zum Umzug durch Urnäsch auf, es handelte sich um einen unbewilligten Protestmarsch. Auch in Bern handelte es sich um eine unbewilligte Demonstration auf dem Bundesplatz. Die Polizei sprach über 100 Wegweisungen aus.

Coronademonstration in Bern am 15.05.2021

Coronademonstration in Bern am 15.05.2021

20min/Matthias Spicher

Über 100 Wegweisungen in Bern

Laut Kantonspolizei Bern wurden mehr als 100 Personen weggewiesen und es soll zu Anzeigen gekommen sein.

Coronademonstration in Bern am 15.05.2021

Coronademonstration in Bern am 15.05.2021

20min/Matthias Spicher

Liveticker ist beendet

Wir verabschieden uns. In Kürze folgt eine Zusammenfassung des Tages.

Urnäsch

Gemäss den beiden 20 Minuten-Reportern vor Ort löst sich die Demonstration langsam auf. «Die Menschen entfernen sich in Kleingruppen.»

Urnäsch

An der Corona-Kundgebung in Urnäsch werden auch Unterschriften für die «Stopp Impfpflicht»-Initiative gesammelt. «Wir hatten schon viel Erfolg heute», sagt eine Unterschriften-Sammlerin.

Urnäsch

Eine Anwohnerin beobachtet mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern den Demozug, der mittlerweile direkt vor ihrem Haus Halt gemacht hat: «So lange sie friedlich bleiben, stört mich das nicht», sagt sie den beiden 20 Minuten-Reportern vor Ort.

20min/Noah Knüsel

Urnäsch

Die Freiheitstrychler ziehen eine zweite Runde durch Urnäsch. Sie werden begleitet von Hunderten von Menschen, die sich in Urnäsch versammelt haben, um ihr Missfallen über die Schweizer Corona-Politik zu bekunden. Die Polizei lässt die Demonstrierenden gewähren.

Gemäss den beiden 20 Minuten-Reportern vor Ort sind immer noch 700-800 Menschen in Urnäsch versammelt.

Freiheitstrychler ziehen durch Urnäsch

Eine Gruppe Freiheitstrychler läuft mit ihren Treicheln durch das Dorf.

Bern

Die Ansammlung auf dem Bundesplatz hat sich aufgelöst. «Die Absperrungen bleiben aber weiterhin bestehen». berichtet der 20 Minuten-Reporter vor Ort.

Urnäsch

20 Minuten hatte ein exklusives Interview mit einem Freiheitstrychler angeplant. Dieser zog sich aber kurzfristig zurück, sodass das Interview nicht stattfinden kann. Weiterhin berichtet 20 Minuten live aus Urnäsch.

Bern

Die Polizei heftet sich an die Fersen einer kleinen Demonstrationsgruppe, die sich unter stetigen «Liberté!»-Rufen durch die Innenstadt bewegen, dazu Treicheln schwingen und auf das Tragen einer Maske verzichten. Gemäss 20 Minuten-Reporter vor Ort hielt die Polizei zwei Personen fest.

Demonstrationsgruppe zieht durch Bern

Ein paar Demonstrierende laufen durch Bern und rufen «Liberté». Die Polizei läuft ihnen hinterher.

Bern

Ein Video zeigt, wie die Polizei das Gebiet rund um den Bundesplatz grossräumig absperrt. Sie ist nach eigener Aussage nicht willens, eine Corona-Kundgebung auf dem Bundesplatz zu tolerieren.

Polizei vergrössert Absperrung um Bundeshaus

In Bern findet eine unbewilligte Corona-Demo statt. Die Polizei ist vor Ort und führt Personenkontrollen durch.

Bern

Auf dem Bundeshausplatz befinden sich vielleicht 100-200 Personen. Wobei: «Es ist schwierig, Stadbesucher von Corona-Demonstranten zu unterscheiden», wie der 20 Minuten-Reporter vor Ort sagt. Das erklärte Ziel der Organisierenden, 50'000 Demonstrierende anzuziehen, wird damit um Längen verfehlt.

20min/Matthias Spicher

Bern

Polizisten und Polizistinnen in Vollmontur und Beamte, die das Gespräch mit den Corona-Massnahmenkritikern suchen. Einige sind mit Kleinkindern auf den Bundesplatz gereist. Aktuelle Bilder von der Corona-Kundgebung aus Bern.

20min/News-Scout

20min/News-Scout

Urnäsch

Auf Messenger-Plattformen wie Whatsapp kursierten Einladungen zu der Demonstration in Urnäsch. Sie zeigen das Logo der «Freiheitstrychler». Der Umzug ist nicht bewilligt, wird von der Polizei aber bislang «aus Gründen der Verhältnismässigkeit» toleriert.

Die «Freiheitstrychler» waren schon an den Demonstrationen in Lugano und in Rapperswil mit dabei.

Bern

Gemäss Informationen eines 20 Minuten-Reporters vor Ort gibt die Polizei den Demonstranten und Demonstrantinnen zwei Minuten, um den Bundesplatz zu verlassen. Vor dem Bundeshaus trifft zudem Polizeiverstärkung ein.

20min/Matthias Spicher

Bern

Bern

In Bern vergrössert die Polizei den abgesperrten Bereich rund um das Bundeshaus.

20min/Matthias Spicher

Urnäsch

Die Kundgebung in Urnäsch wächst an. Ungefähr 1000 Leute sind mittlerweile vor Ort, schätzt der 20 Minuten-Reporter vor Ort.

Wie reagiert die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden? «Im Moment lassen wir die Demonstration laufen. Es handelt sich um eine unbewilligte Demonstration, die aber bislang friedlich verläuft», sagt Polizeisprecher Dominic Schwarz auf Anfrage.

Weil die Demonstration so kurzfristig angekündigt worden sei, seien der Polizei die Hände gebunden. «Es ist auch eine Sache der Verhältnismässigkeit», sagt Schwarz. Was wäre ein Grund, doch noch einzuschreiten: «Wenn es zu grösseren Sachbeschädigungen kommen würde, würden wir eingreifen», so Schwarz. Bleibe die Stimmung aber friedlich, so würde die Demonstration laufengelassen – genauso wie das auch andere Kantone gehandhabt haben.

Urnäsch

In Urnäsch setzt sich ein Zug aus Treichlern in Bewegung. Sie schwingen Glocken und erzeugen damit grossen Lärm. Gemäss 20 Minuten-Reporter haben sich in Urnäsch etwa 200-300 Personen versammelt.

20min/Noah Knüsel