Gesundheitsmythos: Was Grossmutter schon nicht wusste
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GesundheitsmythosWas Grossmutter schon nicht wusste

Ein altes Hausrezept besagt, dass sich Salzstangen und Cola bei Brechdurchfall bewähren. Ein Experte vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist - zumindest, was die Cola angeht - ganz anderer Ansicht.

Für Kinder nicht geeignet: Cola. (Bild: Colourbox)

Für Kinder nicht geeignet: Cola. (Bild: Colourbox)

Koffeinhaltige Getränke wie Cola, aber auch Milchgetränke, stark säurehaltige Fruchtsäfte oder zuckerreiche Flüssigkeiten wie Limonaden sind bei Durchfall nicht geeignet, da sie den Flüssigkeitsverlust verschlimmern können.

Gerade bei Kindern ist die Gefahr der Austrocknung besonders gross, warnt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Deutschland. Wobei Kinder ohnehin kein Koffein zu sich nehmen sollten.

Trotzdem sei reines Wasser zur Rehydrierung allein nicht ausreichend, da das Kind bei einem Brech-Durchfall auch Salze und Elektrolyte verliere. Diese liessen sich am besten durch Elektrolytlösungen ersetzen.

Ein trockener, spröder Mund, eingesunkene Augen und nicht sichtbare Halsvenen sowie kühle, unelastische Haut seien Anzeichen einer Austrocknung. «Flössen Sie Ihrem Kind anfangs alle paar Minuten ein bis zwei Teelöffel von der Elektrolytlösung ein», rät Fegeler. Für leichte Durchfälle können Eltern in einem Liter Wasser einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz und acht Teelöffel Traubenzucker auflösen und dann mit einer Tasse Orangensaft oder zwei Bananen vermengen, um ein Getränk zur Rückführung von Mineralien und Salzen zu erhalten.

(dapd)

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