Aktualisiert

Was ist Kinderpornografie?

Ein Westschweizer muss sich für seine Bilder von jungen Mädchen nicht wegen Kinderpornografie verantworten. Die auf einer CD-Rom gespeicherten Fotografien hatten den Schrittbereich bekleideter junger Mädchen gezeigt.

Zudem enthielt die CD das Bild einer nackten Heranwachsenden von der Brust an aufwärts. Die Waadtländer Justiz, zuletzt das Kantonsgericht, hatte jedoch entschieden, kein Strafverfahren zu eröffnen.

Zur sexuellen Erregung hergestellt

In ihrer dagegen beim Bundesgericht erhobenen Beschwerde hatte die Staatsanwaltschaft argumentiert, der Hersteller der Bilder sei wegen Kinderpornografie zu verurteilen, da er eingeräumt habe, die Aufnahmen zur sexuellen Erregung gemacht zu haben. Darauf kommt es laut Bundesgericht jedoch nicht an.

Die Lausanner Richter verweisen auf ihre jüngste Rechtsprechung, wonach Nacktbilder dann keine Pornographie darstellen, wenn der Urheber bei der Aufnahme keinen Einfluss auf das Kind genommen hat, also etwa bei Schnappschüssen. Dies gelte unabhängig davon, ob die Fotos später zur sexuellen Erregung verwendet würden.

Hier bestünden gemäss Vorinstanz keine Hinweise, dass die Mädchen vom Betroffenen gebeten worden seien, suggestive Posen einzunehmen. Sie seien sich der Natur der Bilder nicht einmal bewusst gewesen. Unter diesen Umständen habe das Kantonsgericht zu Recht entschieden, dass keine Kinderpornografie vorliege.

(sda)

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