17.06.2020 02:57

BaselWas ist mit dieser Schutzmaske falsch?

Die baselstädtische Polizei warnt auf Facebook, Schutzmasken so aufzuhängen. Aus gutem Grund sei dies verboten, warnt der iCop der Polizei auf seinem Kanal.

von
Manuela Humbel
1 / 5
«Schaut euch die Bilder an, könnt ihr ausschliessen, dass sich eine Person vor dem Fussgängerstreifen befindet?», fragt der Basler iCop auf Facebook.

«Schaut euch die Bilder an, könnt ihr ausschliessen, dass sich eine Person vor dem Fussgängerstreifen befindet?», fragt der Basler iCop auf Facebook.

Kapo BS
Aus gutem Grund sei es verboten, das Sichtfeld einzuschränken, schreibt er.

Aus gutem Grund sei es verboten, das Sichtfeld einzuschränken, schreibt er.

Kapo BS
Das gelte nicht nur für Schutzmasken, sondern auch für Navigationsgeräte, Smartphones, Wimpel oder Duftbäume.

Das gelte nicht nur für Schutzmasken, sondern auch für Navigationsgeräte, Smartphones, Wimpel oder Duftbäume.

Kapo BS

Darum gehts

  • Die Kantonspolizei Basel-Stadt warnt davor, Schutzmasken im Auto an den Rückspiegel zu hängen.
  • Aus gutem Grund sei es verboten, das Sichtfeld einzuschränken, schreibt sie auf Facebook.
  • Auch einem Fahrlehrer ist die Problematik aufgefallen.
  • «Das ist so ein Phänomen, einer fängt damit an und die anderen, die das sehen, machen es unbewusst nach», erklärt er.

Richtig, sie sollte nicht am Rückspiegel eines Autos hängen. «Schaut euch die Bilder an. Könnt ihr ausschliessen, dass sich eine Person auf dem Fussgängerstreifen befindet?», fordert der Basler iCop Raphael Schneider seine Community auf Facebook auf. «Sich vor dem Coronavirus zu schützen, ist wichtig, eine Schutzmaske dabeizuhaben, richtig», so Schneider. Leider sehe die Polizei aber immer wieder, wie sie an den Rückspiegel gehängt werde. «Das ist falsch!»

«Aus gutem Grund ist es verboten, das Sichtfeld einzuschränken», erklärt er. Das gelte übrigens nicht nur für Schutzmasken, sondern auch für Navigationsgeräte, Smartphones oder Duftbäume. «Deshalb, bitte haltet die Windschutzscheibe frei», fordert er.

Nachahmungseffekt

Die Polizei ist nicht die Einzige, der dieses Verhalten in letzter Zeit aufgefallen ist, auch Fahrlehrer Marco D'Amico bestätigt diese Beobachtung. «Das ist so ein Phänomen: Einer fängt damit an und die anderen, die das sehen, machen es unbewusst nach», erklärt er. «Das ist wie mit den Tickets im Parkhaus. Viele Leute nehmen sie beim Herausfahren in den Mund – warum, das ist auch mir ein Rätsel. Es gibt im Auto genügend Möglichkeiten, sie abzulegen, sei es auf dem Schoss oder dem Armaturenbrett.»

Auch er findet den Aufbewahrungsort der Maske ziemlich gefährlich: «Das ist eine Sicherheitseinschränkung. Man merkt auch ohne Maske, wie schlecht man aus einem Auto hinaussieht», sagt er.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.