Zürcher Moschee: Was macht der Regenbogen am Minarett?

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Zürcher MoscheeWas macht der Regenbogen am Minarett?

So bunt wie heute war noch kein Minarett in der Schweiz: Der Turm der Mahumd Moschee in Zürich erstrahlt in Regenbogenfarben. Wurde er von Aktivisten geentert?

von
hal

An der Zürcher Forchstrasse ist heute nur der Himmel grau. Dafür sieht man von Weitem einen Turm, der in Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot leuchtet – jene Farben, die in den letzten Jahren durch die Pace-Fahnen und die Gay-Bewegung bekannt geworden sind.

Hinter dem Regenbogenmantel stecken jedoch weder Friedens- oder Gay-Organisationen, und es ist auch kein Halloween-Streich. Vielmehr hat die Moschee ihr Minarett selbst eingekleidet. «Wir wollen damit ein Zeichen des Friedens setzen», sagt Imam Sadaqat Ahmed. Konkret geht es um die Woche der Religionen vom 2. bis am 9. November.

«Veranstaltungen in der ganzen Schweiz»

Zudem feiert die erste Moschee der Schweiz dieses Jahr ihr 50-Jahre-Jubiläum. Die Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat, die sie gebaut hat, will «in einer Zeit herrschenden Unfriedens zwischen Religionen zum Dialog aufrufen sowie die interkulturelle Kommunikation anregen», wie sie mitteilt. Am 2. November ab 10 Uhr findet deshalb ein Tag der offenen Tür in der Moschee statt. Das Motto der Gemeinde: «Liebe für alle, Hass für keinen.»

In der ganzen Schweiz finden ab Morgen diverse Veranstaltungen zur Woche der Religionen statt. Dem Patronatskomitee gehören unter anderem die alt Bundesräte Pascal Couchepin und Adolf Ogi an. Einen Überblick über die Events finden Sie hier.

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