Der Busen der 80er: Was macht eigentlich Samantha Fox?

Aktualisiert

Der Busen der 80erWas macht eigentlich Samantha Fox?

In den Achtzigern landete sie mit ihren Musik-Hits und mit ihrem Brustumfang auf den Titelseiten. Heute will Samantha Fox an alte (Stimm-)Qualitäten anknüpfen, doch die Comeback-Tour fällt ins Wasser.

von
phi

Schlechte Nachricht für alle Samantha-Fox-Fans in Grossbritannien: Die Comeback-Tournee des mittlerweile 43-Jährigen 80er-Jahre-Stars muss aufgeschoben werden. Die Britin wollte mit ihrem 2009 erschienenen «Best of»-Album um die Welt ziehen, doch nach zwei Auftritten in Skandinavien war schon Schluss. An Erfolglosigkeit hat es aber nicht gelegen: Das frühere Glamour-Model hat einen Kapselanriss im Knie, wie sie auf ihrer Webseite mitteilen musste. Alle für im Mai in ihrer Heimat geplanten Auftritte mussten abgesagt werden: Fox kommt jetzt erstmal unters Messer.

Vergangenes Jahr waren ihre ersten drei LPs in den USA neu aufgelegt worden – den einen oder anderen unveröffentlichten Song inklusive. «Touch Me» (1986), «Samantha Fox» (1987) und «I Wanna Have Some Fun» (1988) waren aber genau genommen auch die einzigen Alben, mit denen die Pop-Prinzessin in den Charts punkten konnte. «Just One Night» (1991), «21st Century Fox (1998) und «Angel with an Attitude» (2005) floppten allesamt.

Nimbus als Sexbombe

Dem Mythos Samantha Fox konnte das dank ihrer 80er-Ohrwürmer aber nichts anhaben. «Touche Me» machte die damals 23-Jährige auf einen Schlag berühmt und «Nothing's Gonna Stop Me Now» von den Rick Astleys Produzenten-Team (Stock, Aitken und Waterman) knüpfte an diesen Erfolg an – und taugt bei der Generation Ü30 auch heute noch zum Ohrwurm (siehe unteres Video). Das dazugehörige Album «Samantha Fox» landete in der Schweiz auf Platz drei der Charts.

Ihren Nimbus als Sexbombe hatte Fox nicht nur ihren Musikvideos, sondern auch ihren Auftritten neben der Bühne zu verdanken. Mit Körbchengrösse 36D war die Britin beliebtes Titelgirl in Boulevardzeitungen wie «The Sun». 1986 wurde «Strip Poker» mit Samantha Fox zum Renner auf Computern wie dem C64. Schnell war sie auch in Männermagazinen wie dem «Penthouse» oder - mit 30 Jahren - dem «Playboy» zu sehen.

Mutter fotografierte sie mit 16 in Lingerie

Wer in Samantha Fox aber bloss den feuchten Traum seiner Jugend sieht, dem entgeht, dass die Frau über weite Strecken ihres Lebens übel ausgenutzt worden ist. Auf dem Boulevard landete sie, weil ihre Mutter sie 1983 im Alter von 16 Jahren in Unterwäsche fotografierte – und die Bilder der «Sun» schickte. Das Blatt titelte damals: «Sam, 16, Quits A-Levels for Ooh-Levels» (Sinngemäss: Sam, 16, schmeisst Schul- für Ooh-Abschluss»).

Mit den Männern lief es dann auch nicht so glatt: Frühe Beziehungen wie die zu dem australischen Geschäftsmann Peter Foster scheiterten. Ab 1999 kamen Gerüchte auf, Fox sei lesbisch. Im Februar 2003 machte die gebürtige Londonerin reinen Tisch und outete ihre Beziehung zu Managerin Myra Stratton, rund sechseinhalb Jahre später kündigte sie eine Hochzeit an. Heute engagiert sich Fox für mehrere karitative Hilfsprojekte.

Samantha Fox: «Nothing's Gonna Stop Me Now» (1987). Quelle: YouTube

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