«Wir mussten dreimal hinschauen»: Was macht ein Flamingo in der Nacht mitten in Bern?
Aktualisiert

«Wir mussten dreimal hinschauen»Was macht ein Flamingo in der Nacht mitten in Bern?

Eine Leser-Reporterin traute ihren Augen nicht, als sie in der Nacht auf Dienstag in der Innenstadt einen Flamingo antraf. Polizisten brachten den Vogel zurück ins Dählhölzli.

von
ber
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In der Nacht auf Dienstag sichtete eine Leser-Reporterin am Berner Casinoplatz einen Flamingo.

In der Nacht auf Dienstag sichtete eine Leser-Reporterin am Berner Casinoplatz einen Flamingo.

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Zwei Polizisten hätten den Vogel dann eingefangen, eine Jacke über ihn gelegt und den Flamingo in einem sehr feinen Sack im Auto verstaut.

Zwei Polizisten hätten den Vogel dann eingefangen, eine Jacke über ihn gelegt und den Flamingo in einem sehr feinen Sack im Auto verstaut.

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Das Tier war aus dem Tierpark Dählhölzli ausgebrochen, wie Direktor Bernd Schildger bestätigt.

Das Tier war aus dem Tierpark Dählhölzli ausgebrochen, wie Direktor Bernd Schildger bestätigt.

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«Wir mussten dreimal hinschauen», sagt die Leser-Reporterin und lacht, «so überrascht waren wir, einen rosaroten Vogel in der oberen Altstadt zu sehen.» Sie habe dann mit dem Auto angehalten, um das Tier nicht zu erschrecken.

«Kurz flog der Flamingo in der Bauunterführung auf, er war wohl etwas gestresst», erinnert sich die Frau. Kurz darauf hätten zwei Polizisten den Vogel an der Amtshausgasse eingefangen: Sie hätten eine Jacke über ihn gelegt und den Flamingo in einem feinen Sack im Auto verstaut.

«Nicht alle Vögel sind flugunfähig gemacht»

Doch woher kam der rosa Vogel? Auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt Dählhölzli-Direktor Bernd Schildger: «Ja, der Flamingo stammt aus dem Tierpark. Die Polizisten haben sehr gut reagiert und den Tierfund danach beim 24 Stunden-Notfalltelefon gemeldet.» Mittlerweile sei der Vogel wieder in seinem angestammten Gehege.

Dass der Flamingo ausbrechen konnte, liege daran, dass seine Flügel nicht gestutzt seien. Schildger: «Flamingos sind Gruppentiere. Wenn da 20 bis 30 Prozent der Tiere nicht abhauen können, reicht das meistens, damit dies der Rest auch nicht tut.» Aus diesem Grund seien nicht alle Vögel flugunfähig. Dem kürzlich aus Basel zugezogenen Flamingo war das offensichtlich egal und er machte sich auf einen Streifzug durchs nächtliche Bern.

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