Aktualisiert 14.01.2015 16:00

Gossau SG

Was machten die zwei Männer im Solarium?

Das SunWorld Solarium hat ein Video auf Facebook geladen, auf dem zwei Männer zu sehen sind. Gemäss Inhaber wollten sich die beiden nicht sonnen.

von
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Laut dem Inhaber sind bereits mehrere Hinweise eingegangen. (Bild: Screenshot Facebook)

Laut dem Inhaber sind bereits mehrere Hinweise eingegangen. (Bild: Screenshot Facebook)

«Das ist einfach etwas, was ich nicht akzeptieren kann», sagt Andy Allenspach, Inhaber der SunWorld-Sonnenstudios, zu TVO. «Bei uns ist jedermann herzlich willkommen, wenn er sich hier sonnen will, aber nicht, wenn er etwas anderes vorhat.» Damit meint er zwei junge Männer, die neulich sein Solarium betraten und in einer Kabine verschwanden. «Sie gingen gemeinsam in die Kabine, ohne Geld einzuwerfen», so Allenspach. Nach rund 15 Minuten seien sie wieder gegangen.

Weil nur der Vorraum des Solariums videoüberwacht sei, könne er nur spekulieren, was die beiden wohl in der Kabine getrieben haben: «Ich kann mir nur vorstellen, dass es zwei Schwule oder zwei Dealer waren», so Allenspach.

Mehrere Hinweise eingegangen

Nun hat Allenspach das Überwachungsvideo des Solariums auf der Facebook-Seite SunWorld Solarium Gossau gepostet, um herauszufinden, wer die beiden Männer sind: «Ich will den beiden eigentlich nur sagen, wer das Solarium betreten darf und wer nicht», so der Inhaber. Seit er den Eintrag am Montag gepostet hat, wurde dieser über 14'000-mal aufgerufen. Auch seien schon einige Hinweise eingegangen.

Auch die Kantonspolizei St. Gallen hat Kenntnis von dem Video: «So wie wir das im Moment beurteilen, liegt nichts Strafbares vor», so Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Also kann die Kantonspolizei in dieser Angelegenheit nichts machen.»

Zwar sei es problematisch, ein Überwachungsvideo ins Netz zu stellen, die Sache sei aber keine Angelegenheit für die Polizei: «Es ist eine rein zivilrechtliche Angelegenheit», so Krüsi. In diesem Fall sei ein Gericht zuständig: «Dieses müsse schlussendlich beurteilen, ob das gepostete Video eine Persönlichkeitsverletzung darstellt oder nicht», so Krüsi.

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