Aktualisiert 29.03.2016 08:03

Neue Liebe, neue Wohnung

Was Paare zügeln sollten – und was ein No-go ist

Neues Glück, neuer Partner, gemeinsamer Haushalt in Sicht: Welche Gegenstände wollen Schweizer loswerden, welche behalten? Eine Umfrage zeigt es.

von
gbr

Endlich Frühling, der Partner und die Liebe sind noch frisch – und praktischerweise stehen auch viele Wohnungen frei, wegen des Zügeltermins am 1. April. So steht dem Zusammenziehen all der Frischverliebten nichts mehr im Weg.

Jedenfalls fast nichts: Da wäre noch die leidige Sache mit den Möbeln. Wenn zwei Singles eine neue Bleibe suchen, sind viele Stücke doppelt vorhanden. Und bei aller Liebe – das Einrichten einer neuen Wohnung kann die Nerven ganz schön strapazieren. Was vom eigenen Haushalt ist ein Zügel-No-go für die gemeinsame Wohnung? Und welcher persönliche Gegenstand ist ein absolutes Muss?

Das Bett muss weg

Das Schweizer Kleinanzeigenportal Tutti.ch ist diesen Fragen nachgegangen und hat dazu rund 2000 Nutzerinnen und Nutzer in der Deutschschweiz befragt. Konkret wollte Tutti.ch wissen: Was muss unbedingt mit ins neue Zuhause mit dem Partner – und was geht gar nicht? Und: Was passiert mit doppelten Möbeln und Geräten?

Über ein Drittel nannten als grösstes No-go das eigene Bett. Sprich: Für die neue, gemeinsame Wohnung möchten viele unbedingt ein neues Bett kaufen – «vermutlich aus emotionalen Gründen», wie Tutti.ch mitteilt.

Diese Vermutung bestätigt Sexualberater und Sexualpädagoge Bruno Wermuth: «Da ist ja auch etwas Schönes dabei: Man möchte sich beim Zusammenziehen eine gemeinsame Bettstätte einrichten, einen Kuschel- und Liebesort – und das soll ein neuer Ort sein, frei von Erinnerungen an das, was früher gewesen sein mag.» Wermuth weiss das auch aus seiner Beratertätigkeit: «Menschen hinterlassen Spuren» – materielle wie solche, die noch «in Geschichten anwesend sind und weiterschwingen».

Streit ums Sofa?

Wie die Umfrage weiter zeigt, wollen viele ihren Kleiderschrank, ihr Sofa, den Esstisch und die Stühle auf keinen Fall zügeln (siehe Bildstrecke). Ganz anders sieht es bei elektronischen Geräten aus: Fernseher und Computer sind die zwei meistgenannten Dinge, auf die beim Zügeln nicht verzichtet werden kann. So weit, so gut: Schrank, Sofa, Esstisch und Stühle kann man neu kaufen, leben lässt es sich auch mit zwei TV-Geräten, und dass jeder seinen eigenen PC behalten möchte, leuchtet ebenfalls ein.

Doch dann wird es kompliziert: Sofa und Esstisch gehören auch zu den Gegenständen, die zu den meistengenannten «Must-haves» gehören, also unbedingt mitgezügelt werden sollten. Vielleicht gefällt jemandem, der sein eigenes Sofa auf keinen Fall in der neuen Wohnung sehen möchte, auch das Sofa des Partners nicht.

Oder beide möchten ihr Sofa unbedingt behalten – fürs neue Wohnzimmer – aber dort passt nur eines davon rein. Das wären dann bereits Gründe für einen ersten Streit. Das wissen laut der Umfrage ein Drittel der Befragten am Ende zu umgehen, indem sie doppelte Sachen online verkaufen.

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