Gastrosuisse-Präsident zur Zertifikatspflicht - «In unseren Betrieben sollen alle willkommen sein, ob geimpft oder ungeimpft»

Gastrosuisse-Präsident zur Zertifikatspflicht«In unseren Betrieben sollen alle willkommen sein, ob geimpft oder ungeimpft»

Gleich im Anschluss an die Bekanntgabe des Bundesrats äusserte sich der Gastrosuisse-Präsident zum Entscheid. Er wehrt sich gegen die Pläne zum Impfzertifikat im Restaurant.

von
Fabian Pöschl
1 / 8
Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer hat im Anschluss an den Bundesrat zur Medienkonferenz geladen.

Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer hat im Anschluss an den Bundesrat zur Medienkonferenz geladen.

20min/Matthias Spicher
Platzer äusserte sich über die Pläne des Bundesrats für eine Covid-Zertifikatspflicht in Restaurants, die er ablehnt.

Platzer äusserte sich über die Pläne des Bundesrats für eine Covid-Zertifikatspflicht in Restaurants, die er ablehnt.

20min/Matthias Spicher
Platzer warnte in seiner Rede vor einer Spaltung der Gesellschaft, falls das Covid-Zertifikat auch im Gastgewerbe zur Pflicht wird.

Platzer warnte in seiner Rede vor einer Spaltung der Gesellschaft, falls das Covid-Zertifikat auch im Gastgewerbe zur Pflicht wird.

20min/Matthias Spicher

Deine Meinung

Mittwoch, 25.08.2021

Platzer hat seine Rede beendet. Damit ist die Konferenz beendet. Schön, dass du dabei warst. Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer warnte in seiner Rede vor einer Spaltung der Gesellschaft, falls das Covid-Zertifikat auch im Gastgewerbe zur Pflicht wird. Für die Gastronomie wären massive Umsatzeinbussen die Folge, weil dann viele Gäste nicht mehr kämen. Der Branchenverband will sich dagegen wehren und hofft, dass der Bundesrat Alternativen zum Zertifikat prüft.

«Die Impfung ist unbestritten ein gutes Instrument in der Pandemie. Aber zur Impfung zwingen sollte man niemanden. Schon gar nicht darf man mit der Ausweitung des Zertifikats das Gastro-Gewerbe missbrauchen, um die Impfquote zu erhöhen. Eine Benachteiligung gewisser Bevölkerungsgruppen hat in unserem Land auch nichts zu suchen. In unseren Betrieben sollen alle willkommen sein, ob geimpft oder ungeimpft.»

"Geimpfte können weiterhin ansteckend sein"

«Das Gastgewerbe soll wieder den Kopf hinhalten. Bei einer Zertifikatspflicht würden die Treffen im privaten Rahmen deutlich zunehmen, dort gibt es keine Schutzkonzepte. Gastrosuisse hofft, dass der Bundesrat von der Zertifikatspflicht absieht», sagt Platzer. Eine Ausweitung wäre verfassungswidrig. Das Legalitätsprinzip verlangt, dass wichtige Ungleichbehandlungen auf Verfassungsebene geklärt werden. Eine Rechtsgrundlage besteht dafür also nicht. Ausserdem können sich Geimpfte weiterhin anstecken und ansteckend sein», so Platzer.

«Seit dem Shutdownende gibt es kaum Ansteckungen in Restaurants. Im Kanton Zürich waren es weniger als 0,4 Prozent aller Ansteckungen. Deshalb wäre eine Ausweitung der Zertifikatspflicht auf die Gastronomie unverhältnismässig», sagt Platzer.

Testkapazitäten reichen nicht aus

«Die Testkapazitäten würden nicht ausreichen,» sagt Platzer. «Das Zertifikat birgt sozialpolitischen Sprengstoff. Viele Betriebe würden massive Umsatzeinbussen erleiden. Denn die Massnahme würde eine massive Senkung des Besucherpotenzials bedeuten.»

Die Konferenz beginnt

Gastrosuisse-Präsident spricht über das drohende Impfzertifikat. «Der Besuch eines Restaurants soll nur noch mit Covid-Zertifikat möglich sein. 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung würden damit von der Öffentlichkeit ausgegrenzt.»

Gastrosuisse informiert an Medienkonferenz

Gleich nach dem Entscheid des Bundesrats informiert Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer über die Reaktion der Branche. Die Konferenz beginnt um 15.30 Uhr.

Bundesrat will Zertifikatspflicht

Damit es zu keinem weiteren Lockdown kommt, sollen verschiedene Orte nur noch mit einem Covid-Zertifikat zugänglich werden. Dazu zählen auch Restaurants und Gaststätten. Das beschloss der Bundesrat am Mittwoch.

527 Kommentare