Aktualisiert 16.06.2011 13:43

Miss Schweiz 2011Was Sie eigentlich nicht wissen wollen

Zwölf Schönheiten kämpfen um den Sieg – und lassen deshalb tief blicken. Für die «Schweizer Illustrierte» präsentierten die Miss-Kandidatinnen ihre dunkelsten Abgründe auf Hochglanz.

von
bbe

Oft beklagen Kritiker: Models, Missen und Mister wirken aalglatt, haben keine Ecken und Kanten und sind zum Gähnen langweilig. Das war gestern. Heute präsentiert sich zumindest eines von drei schönen Ms von einer neuen Seite: Dank der «Schweizer Illustrierten» amüsieren uns die aktuellen Miss-Schweiz-Kandidatinnen mit allerhand Details aus ihrem Leben. Und verraten Dinge, die Ihr Leben für immer verändern werden. Seien Sie gespannt.

Stotter-Miss und Pferde-Liebhaberin: So riecht der Erfolg

So erlebte Lorenza Castella (18) aus dem Tessin vor wenigen Monaten eine wundersame Heilung. Die Gymnasiastin hatte die Scheidung ihrer Eltern nicht verkraftet und begann als Kind zu stottern. Jahrelang versuchte sie mit der Hilfe eines Logopäden ihr Leiden zu überwinden. An den Wahlen zur Miss Svizzera Italiana geschah das Wunder: «Seit ich Miss Svizzera Italiana bin, stottere ich nicht mehr», sagt Lorenza. Dabei macht sie sich doch gar nichts aus Schönheitswettbewerben. Denn mit Intelligenz erreiche man mehr als mit Schönheit. Miss Schweiz will sie wegen der «tollen Erfahrung» werden.

Ein spannendes Hobby pflegt auch Alina Buchschacher aus Bern. Das Zimmer der 19-Jährigen erfüllt ein süsslicher Duft. Wenn da mal nicht ihre Body-Lotion mit Erdbeer-Geschmack die Luft verpestet? Volltreffer. Alina steht total auf Düfte, wechselt ihr Parfum oft, aber niemals wie Unterhosen. Alina verrät exklusiv: Sie riecht nicht jeden Tag anders. Ihren Lieblingsduft verströmt ihr Zuhause in Bern: «Dann riecht es nach Heimat und Geborgenheit.» Doch der allerschönste Geruch auf der ganzen Welt, der sogar ihre Erdbeer-Lotion übertrifft, stinkt eigentlich zum Himmel: «Wie die Pferde nach dem Ausritt riechen – einfach einzigartig. Irgendwie herzig und vertraut.»

Miss Schweiz in Zermatt

Hilfe für alte und kranke Menschen

Vertrauensvoll gibt sich auch Giada Cattaneo (22). Die Psychologie-Studentin preist sich als mütterlich an, weil sie so gerne hilft. Vor allem «alte» und «kranke» Leute kommen in den Genuss von ihrem Service. Mit ihnen pilgerte Giada nach Lourdes. Denn: «Lourdes ist sehr emotional und gibt mir Energie.» Da tut der Liebeskummer gleich nicht mehr so weh. Und lässt die schöne Tessinerin umso entspannter von ihrem Traummann mit den grünen Augen und wilden Locken träumen.

Miss Schweiz über Sex, Drogen und «Twilight»

Zum Träumen ist der Anblick von Michelle Koch (19) manchmal nicht: Ihre Leidenschaft für das Vertikaltuch (Lernfix: Tuch, das von der Decke hängt, an dem Akrobaten Kunststücke vollführen) bereitet ihr manchmal Probleme – und rote Füsse. Trotz allem geniesst sie die Schwerelosigkeit in luftiger Höhe. Denn eines geht gar nicht – Koch darf niemand einengen. Und zuhause sprechen ihre Schwestern und die Mutter hauptsächlich über Frauenthemen.

Ein Tag mit Kerstin Cook

Über die spricht Priska Erni wahrscheinlich nicht so oft. Sie zeichnet lieber Frauengesichter –«mit schwarzen Haaren und fast immer Sexbomben». Doch die 21-Jährige hat noch andere Talente: Sie kann melken und Auto fahren. Ihre Brötchen verdient sie mit Taxifahren. Rund 44 0 00 Kilometer hat sie mit ihrem weissen VW schon zurückgelegt. Das ist rund einmal um die Welt.

«Ich bekam Drohbriefe»

Fressattacken wegen Schüchternheit

Eine grosse Reise hat auch Jessica Haag unternommen: Sie reiste für einen Sprachaufenthalt nach Barcelona. Doch statt Vokabeln zu büffeln, stopfte sich die heute 20-Jährige vor dem Fernseher mit ungesundem Essen voll. Hänseleien in der Primarschule schüchterten die hübsche Bernerin ein, sie traute sich nicht mehr raus. Mit Kickboxen ging sie gegen die überflüssigen Pfunde an: «Das Schwitzen und alle meine Muskeln zu benützen, macht Spass. Ich kann meine Wut rauslassen.» Zum Glück ist sie mittlerweile mutiger und jetzt «eigentlich ein offener Mensch». Denn selbstständig sei sie schon lange. Sie kann sogar waschen, kochen und putzen.

Ashley Balmer scheint gar nicht schüchtern zu sein, dafür verträumt und romantisch. Die 19-Jährige fotografiert leidenschaftlich gerne Sonnenuntergänge und Bäume. Ob sie mit ihren eigenen Schnappschüssen ihr Zimmer dekoriert? Schliesslich verteilt sie Fotos und Blumen in ihren vier Wänden. Ihre Lieblingsfarbe? Natürlich knalliges Orange. Wie ein romantischer Sonnenuntergang. Eine selbstbewusste Farbe für eine selbstbewusste Frau: «Ich kann gegenüber Männern ganz direkt meine Meinung äussern.» Obacht Schweiz.

Cleo, nicht Kleo, Mann!

Auch vor dieser Schönheit muss man sich fürchten: Schliesslich wuchs die schöne Cleo Heuss die ersten sechs Jahre ihres Lebens «wie der weibliche Pharao in Afrika auf». Wenn Mama Heuss stolz auf ihr Töchterchen ist, nennt sie die 18-Jährige ganz frech Kleopatra. Nur eines haben Cleo und Kleo nicht gemeinsam: Cleo ist kein männerfressendes Biest. Die schöne Zürcherin hatte noch nicht einen festen Freund.

Zum Schluss gibt es da noch Ballerina Julia Flückiger. Die 23-Jährige hat dank des Tanzens schon viele Lebenslektionen gelernt: «Es ist eine Lebensschule. Ich lernte Disziplin und eigenes Körperempfinden.» Damit will sie gegen die Probleme der Welt angehen und zum Beispiel Strassenkindern in Kolumbien helfen. Sie weiss, wies geht: «Das Problem der Strassenkinder ist nicht die Ernährung, sondern ihr hohes Aggressionspotenzial. Sie spüren sich nicht. Durch das Tanzen sind sie richtig aufgeblüht.» Ein knurrender Magen geht beim Spitzentanz halt glatt vergessen. Hier wünscht sich eine Miss zur Abwechslung nicht den Weltfrieden – sie erklärt gleich die ganze Welt.

Wer ist die Schönste im ganzen Land? Wählen Sie hier Ihre Favoritin!

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