Präsident-DJ: Was steckt alles im ObamaPod?

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Präsident-DJWas steckt alles im ObamaPod?

Welche Songs befinden sich auf der iPod-Playlist von Präsidentschaftskandidat Barack Obama? Grosse Musik, von Rock bis Rap – obwohl der Senator lieber hätte, wenn seine Töchter gewisse Rap-Lyrics nicht hören würden ...

Dass Barack Obama gerne mal das Tanzbein schwingt, ist spätestens seit seinem Auftritt bei Talkmasterin Ellen DeGeneres sattsam bekannt (20 Minuten Online berichtete). «Ich mag 'Crazy In Love' von Beyoncé. Es hat einen guten Beat. Man kann dazu tanzen», liess der Präsidentschaftskandidat verlauten.

Wer - ausser Beyoncé - ist auf Obamas iPod? In einem Interview mit der US-Zeitschrift Rolling Stone spricht er über seine aktuelle iPod-Playlist. Seinen Musikgeschmack sei «ziemlich eklektisch». Die britische Zeitung «Guardian» vergleicht Obamas iPod-Playlist mit einem Sommerfestival-Line-Up, «mit den Rolling Stones, Sheryl Crow und Ludacris alle im Mix dabei». Oder anders ausgedrückt: Für jeden etwas. Für jeden potentiellen Wähler etwas?

Songwriter Bob Dylan ist in der Playlist mit 30 Songs vertreten. «Mein Lieblings-Dylan-Song für meine politische Aktivitäten ist Dylans 'Maggie's Farm'. Die politische Rhetorik darin spricht mich an. Im Song spricht Dylan darüber, sich selbst zu sein, dabei wollen alle, dass du genau wie sie bist.»

«Hallo Boss, hier spricht Obama!»

Der junge Barack Obama hörte viel Elton John und Earth, Wind & Fire. Doch Stevie Wonder war sein unangefochtener Lieblingssänger in den Siebzigerjahren, sagte Obama im Interview. Auch Jazzlegenden zählen zu seinen Favoriten, darunter Miles Davis, John Coltrane und Charlie Parker.

Viele der Musiker in der Playlist unterstützen aktiv Obamas Präsidentschaftskandidatur. «Ich muss sagen, wenn sowohl Dylan wie auch Bruce Springsteen lobende Worte für einen finden, dann ist das ziemlich beachtlich», so Obama, «diese Typen sind Ikonen!» Obama soll mit Bruce Springsteen mehrere Male am Telefon gesprochen haben – und er sprach ihn mit seinem Übernamen «The Boss» an. «Das muss man. Er ist 'The Boss'!»

Selbstverständlich sind Rapsongs auch in der Obama-Playlist zu finden. Allerdings sei ihm unwohl, wenn seine Töchter – die neunjährige Malia und die siebenjährige Sasha – gewisse Rapsongs hörten: «Ich habe Probleme mit der Frauenfeindlichkeit und dem Materialismus gewisser Rap-Lyrics. Doch ich denke, die Genialität der Kunstform hat dazu beigetragen, die Segregation im Musikbusiness zu überwinden.» Ausserdem seien HipHop-Mogule wie Russell Simmons und Jay-Z «grosse Talente und grosse Businessmen».

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