Aktualisiert

Was treibt der Ex-Partner?

Die Personensuchmaschine
Yasni verspricht Kontrolle
über persönliche Online-Infos.
Kritiker wittern das
Gegenteil: ein Schnüffeltool.

Was treibt der Ex-Partner? Wo arbeitet eigentlich die Nachbarin? Diese Fragen können User mit der Personensuchmaschine Yasni klären: Einfach einen Namen in das Suchfenster eingeben – und schon spuckt die Maschine Daten aus, die sie in Foren, bei Google, Wikipedia etc. gefunden hat.

US-Sites wie etwa Spock.com bieten solche Suchdienste bereits an – zum Missfallen von Datenschützern, denn die persönlichen Profile werden ohne Wissen der betroffenen Person erstellt.

Davon will man bei Yasni nichts wissen. «Menschen werden durch Yasni nicht durchsichtiger, als sie schon sind», sagt Geschäftsführer Steffen Rühl: «Zudem helfen wir bei der Online-Pflege des eigenen Rufs». Tatsächlich lässt sich bei Yasni ein eigenes Profil anlegen, in welchem nur vom User abgesegnete Informationen zu finden sind.

Bloss: Sucht man nach jemandem, tauchen neben dem Profil der Person (sofern sie eines hat) stets auch alle anderen Web-Informationen auf. Eliane Schmid vom Büro des Schweizerischen Datenschützers bezweifelt deshalb den Image-Nutzen eines Yasni-Profils: «Vielmehr sollten User stets genau überlegen, welche Infos sie online stellen.»

Philippe Zweifel

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