Aktualisiert 11.06.2009 00:08

MerkblattWas tun bei einem Amoklauf?

Die Zürcher Bildungsdirektion hat
an die Schulleiter ein Merkblatt zum Verhalten im Fall eines Amoklaufs verschickt.

von
Marco Lüssi

Das zweiseitige Merkblatt unter dem Titel «Zielgerichtete Gewalt und Amok», das 20 Minuten vorliegt, informiert die Lehrer detailliert darüber, wie sie im Ernstfall vorgehen müssen: Wo sie mit den Schülern Schutz suchen müssen, wird ihnen ebenso erklärt wie Regeln für das Verhalten ­gegenüber dem Täter.

Zudem gibt das Merkblatt Tipps, wie man Hinweise auf mögliche Gewalt- und Amokhand­lungen erkennen kann. Denn: «Schwere Gewalttaten und Amokläufe an Schulen ereignen sich nicht spontan», heisst es in den Unterlagen. Deshalb sollten sich Lehrer lieber «einmal zu viel als zu wenig» an die Polizei wenden.

Enrico Violi, Beauftragter für Massnahmen gegen Gewalt im schulischen Umfeld bei der Bildungsdirektion: «Das Merkblatt beruht auf dem, was wir aus der Fachliteratur, bei Weiterbildungen der Stapo Zürich und von Experten aus Deutschland gelernt haben.» Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) weist im Begleitbrief darauf hin, dass alle Lehrer und ­Mitglieder des Schulpersonals über das Thema informiert und sensibilisiert werden müssten.

Zudem kündigt sie weitere Massnahmen zur «Sicherheit und Krisenbe­wältigung an Schulen» an: Geplant sind Info- und Weiterbildungsveranstaltungen, eine Broschüre und neue ­Unterstützungsangebote.

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