Blinde Passagierin - Was versteckt sich hier unter der Motorhaube?
Publiziert

Blinde PassagierinWas versteckt sich hier unter der Motorhaube?

Unter der Motorhaube eines Bündner Autos hielt sich eine italienische Streunerkatze versteckt. Zwei Spezialisten waren nötig, um das Tier zu befreien.

von
Reto Heimann
1 / 3
Na, siehst du, wo die Katze sich versteckt hält? Nicht?

Na, siehst du, wo die Katze sich versteckt hält? Nicht?

Kantonspolizei Graubünden
Jetzt in der Vergrösserung siehst du sie aber, oder?

Jetzt in der Vergrösserung siehst du sie aber, oder?

Kantonspolizei Graubünden
Die Streunerkatze hatte es sich im Motorraum des Autos einer Schweizer Familie bequem gemacht.

Die Streunerkatze hatte es sich im Motorraum des Autos einer Schweizer Familie bequem gemacht.

Kantonspolizei Graubünden

Darum gehts

  • Eine gemütliche Fahrt war es wohl nicht: Eine italienische Katze verirrte sich in den Motorraum eines Autos.

  • Erst nach der Schweizer Grenze bemerkten die Fahrzeuginsassen, dass es aus dem Motorenraum miaute.

  • Es handelt sich um eine Streunerkatze, sie ist wohlauf.

Motoren brummen, sie können stottern, manchmal auch knattern oder quietschen. Was Motoren für gewöhnlich nicht tun: miauen. Entsprechend misstrauisch wurde eine Schweizer Familie, als sie auf ihrer Rückreise aus den Italien-Ferien glaubte, aus dem Motorenraum das Miauen einer Katze zu hören.

Auf Höhe Misox hinter der italienischen Grenze hielten sie das Auto an und öffneten die Motorhaube. Und tatsächlich. Hinter all den Schläuchen, Kabeln und sonstigen Gerätschaften im Motorenraum hielt sich eine Katze versteckt.

«Äusserst lebendig»

Ein zur Hilfe gerufener Feuerwehrmann und ein Mechaniker mussten Teile des Motors ausbauen, um die blinde Passagierin zu befreien. Darüber berichtet die Kantonspolizei Graubünden auf Facebook. Die Familie vermutet, dass es sich die Katze im Raum Varese in Italien unter der Kühlerhaube gemütlich gemacht hatte.

Immerhin: Nach einem Besitzer oder einer Besitzerin des Tiers Ausschau zu halten, erübrigt sich. Die Kantonspolizei Graubünden geht davon aus, dass es sich um eine Streunerkatze handelt. Sie sei trotz der Reisestrapazen «äusserst lebendig und wurde durch die Polizeipatrouille in die Obhut einer Tierärztin gegeben», so die Kantonspolizei.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

19 Kommentare