Seltsame Zuckungen: Was war bloss mit dem «Djoker» los?

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Seltsame ZuckungenWas war bloss mit dem «Djoker» los?

Novak Djokovic hatte im Schanghai-Final gegen Juan Martin Del Potro alles im Griff. Doch plötzlich schien es, als sei die serbische Weltnummer 2 von einem bösen Geist besessen.

von
pre

Novak Djokovic ist der König von Asien. Der 26-jährige Serbe verteidigte nach seinem Titel in Peking auch denjenigen in Schanghai. In einem harten Kampf setzte er sich nach 2:23 Stunden gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro mit 6:1, 3:6, 7:6 durch.

Nach einem so engen Match sah es zunächst überhaupt nicht aus. Djokovic dominierte den ersten Durchgang beinahe nach Belieben, Del Potro schien nach seinem Halbfinal-Coup gegen Rafael Nadal nicht mehr die notwendigen Kräfte zu haben, um dem Serben Paroli zu bieten zu können. Doch dann folgte das wohl kurioseste Game in der Karriere des «Djokers».

Motorische Schwierigkeiten

Beim Stand von 0:1 im zweiten Satz und eigenem Aufschlag wirkte die Weltnummer 2 plötzlich wie ausgewechselt. Djokovic hat seltsame motorische Schwierigkeiten, stolperte bei fast jedem Schlag und brachte kein Bein mehr vor das andere. Es schien fast so, als ob ein böser Geist den Serben beeinflussen würde, sobald der Ball in seine Nähe kam.

Der Serbe produzierte drei unerzwungene Fehler, einmal flog ihm sogar beinahe das Racket aus der Hand. Verzweifelt suchte er den Blickkontakt zu seinem Team. Doch es nützte nichts, Del Potro kam - ohne viel dafür zu tun - zum einzigen Break im zweiten Satz und wenig später zum Satzausgleich.

Ein Schuhwechsel hilft

Doch was war der wahre Grund für Djokovics Zuckungen? Ein böser Geist war es jedenfalls nicht. Wie Djokovic nach der Partie bestätigte, hatte er plötzlich Probleme mit seinem Schuhwerk. Der Grip der Sohlen war anders als zuvor. Und so wechselte er kurz nach dem Katastrophen-Game beim nächsten Seitenwechsel seine Treter und die Probleme waren wie von Geisterhand wieder verschwunden.

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