Österreichs Kanzler Sebastian Kurz: «Was wir erleben, ist eine zweite Welle»
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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz«Was wir erleben, ist eine zweite Welle»

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist über die Corona-Entwicklung in Europa besorgt. Trotzdem kommt für ihn eine neue Grenzschliessung nicht infrage.

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Die Corona-Situation in Europa ist «herausfordernd», sagt Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. 

Die Corona-Situation in Europa ist «herausfordernd», sagt Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

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«Was wir in Europa derzeit erleben, ist eine zweite Welle.»

«Was wir in Europa derzeit erleben, ist eine zweite Welle.»

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Kurz hat sich am Freitag mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder getroffen. 

Kurz hat sich am Freitag mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder getroffen.

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Darum gehts

  • Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und der bayrische Ministerpräsident Markus Söder haben sich zu Gesprächen getroffen.
  • Sie sind sich einig: Die Grenzen bleiben offen.
  • Kurz nennt die Lage in Spanien oder Frankreich «dramatisch».

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz fand bei einem Treffen mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder deutliche Worte: «Was wir in Europa derzeit erleben, ist eine zweite Welle.» Die Situation in Europa nennt Kurz «herausfordernd». Vor allem die Beispiele Spanien oder Frankreich würden zeigen, wie schnell es gehen könne, dort sei die Situation mittlerweile «dramatisch». Die beiden Politiker sind der Meinung, dass die Grenzen dennoch offen bleiben müssen.

Es dauert laut Kurz noch «Monate», in denen man lernen müsse, mit dem Virus zu leben. Er fordert Disziplin «im privaten Bereich», denn Gefahr herrsche überall dort, wo Dinge «Spass machen». Die Ansteckungen müssten so gut als möglich reduziert werden. In weiterer Folge sei das eine wichtige Basis, um Arbeitsplätze zu retten.

1131 neue Corona-Fälle

Für den Tourismus in Österreich gebe es gute Konzepte, ist Kurz überzeugt. «Ein sicherer Wintertourismus kann stattfinden», so der Bundeskanzler. Da die Ansteckungen vor allem im Privaten stattfinden würden, sei ein diszipliniertes Verhalten umso wichtiger, bekräftigte Kurz.

Die Corona-Zahlen in Österreich sind in dieser Woche wieder deutlich gestiegen. 1131 neue Corona-Fälle wurden am Freitag registriert. Die meisten Neuinfektionen sind dabei abermals in Wien zu finden, hier sind es insgesamt 392 bestätigte Fälle.

(heute)

Deine Meinung

366 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Kurt

10.10.2020, 22:26

Mit den "Fällen" können die beiden Populisten dramatische Prognosen und worst-case Szenarien verbreiten. Und fragwürdige Testergebnisse werden als Infektionen und Erkrankungen verkauft. Auf die Statistiken, die anderes aufzeigen, wird schon gar nicht verwiesen. Hauptsache, die Menschen bleiben verunsichert, ängstlich und Regierungs-gläubig. Offizielle Fakten (zB Anzahl Erkrankungen) zählen nichts, Angstmache hingegen viel.

Lob für die beiden Politiker

10.10.2020, 18:34

Kanzler Sebastian Kurz ist darauf bedacht, seine Landsleute zu schützen. Er handelt besonnen. Wie gut, dass er mit Herrn Söder einig ist und co-operiert.

KurzFrz

10.10.2020, 14:52

Wenn schon Kürzen dann die Kommentare.